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Glossary
- 3bet
- Eine 3bet ist ein Reraise nach einer Bet und einem Raise.
- 4bet
- Eine 4bet ist ein Reraise nach einer Bet, einem Raise und einem weiteren Reraise.
- 78
- Seven-card stud high-low mit einer 8 oder einem besseren Qualifier (Minimalstandard) wird auch gelegentlich als 78 bezeichnet.
- ABC Poker
- Poker ist ein relativ diffus verwendeter Begriff für eine sehr standardisierte, lehrbuchmässige Art Poker zu spielen, die weniger speziell auf die Gegner und jeweilige Spielsituation eingeht. ABC Poker bedeutet nicht, dass jemand schlecht spielt, jedoch ist er durch seine immer gleiche Vorgehensweise für aufmerksame Spieler leicht durchschaubar und kann sich insbesondere in hohen Limits auf diese Weise selten behaupten.
- Ace to five
- In einem niedrigen Spiel zählt Ass bis 5 als Straight und Flushes werden nicht gewertet. Asse können als niedrige Karte benutzt werden. Das beste in einem niedrigen Spiel zu erreichende Blatt ist folglich A2345 (auch oft "Wheel" genannt).
- Act
- Eine der möglichen Aktionen, wenn Sie an der Reihe sind: Check, call, fold, open bet und raise. (=> Action)
- Action
- Die Platzierung von Einsätzen in den Pot. Ein actionreicher Tisch, ist einer, bei dem viel gesetzt, geraist, un ge-re-raised wird - mit anderen Worten: Einsatz-Action. In den meisten Kartenspielzimmern sind Aussagen wie "Ich raise" bindend und werden also gemacht, um eine Action festzulegen.
"To give action" bedeutet, Geld in den Pot zu werfen, wenn erwartet wird, dass jemand anders das Blatt gewinnen sollte.
"To receive Action" ist das entsprechende Gegenstück: Jemand anders wirft Geld in den Pot, wenn Sie glauben, dass Sie gewinnen werden.
Mit Action wird auch der Spielzug eines Spielers bezeichnet, der an der Reihe ist.
- Add-on
- In einigen Turnieren wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben, zu einem gewissen Zeitpunkt zusätzliche Chips zu kaufen. Diese werden Add-On genannt. Diese Unterscheiden sich von einem Re-buy, da jeder noch im Turnier verbleibende Spieler normalerweise den add-on erhalten kann und die Möglichkeit zum Add-On i.d.R. das Ende der Re-Buy-Phase markiert.
- Advertise
- Als Advertising bezeichnet man normalerweise das Zeigen eines schwachen Blattes, um den Eindruck zu erwecken, dass Sie äusserst locker oder generell schwach spielen. Die Idee dahinter ist, dass Ihnen die anderen Spieler dann mehr Aufmerksamkeit schenken werden, wenn Sie eine seriöse Hand spielen. Da Menschen schwer in der Lage sind, sich von einem ersten Eindruck über einen anderen Menschen zu befreien, kann dieser begünstigende Effekt langanhaltend sein.
Der typische Advertising Spieler zeigt etwa bei Hold‘em ein gutes Paar und hat einen schlechten Kicker. K2 wäre ein solches Blatt, ebenso ein mittleres Paar oder ein Gunshot-Zug, der nicht geklappt hat.
Allgemeiner kann Advertising alle Tischaktionen einschliessen, die dazu geeignet sind, die Einschätzungen der anderen Spieler über Sie zu beeinflussen.
- AF (Abk)
- => Aggression Factor - Gibt das Verhältnis wieder, wie oft ein Spieler setzt oder erhöht gegenüber den Fällen, in denen er gegnerische Bets callt.
- Affiliate
- Ein Affiliate ist eine Partnerfirma, die als Werbeplattform Kunden wirbt oder als Vertriebspartner Produkte vertreibt und ihrerseits hierfür mit einer Provision vergütet wird.
- aggressiv factor
- Der Aggression Factor gibt an, wie aggressiv oder passiv ein Spieler ist.
Er berechnet sich folgendermassen: [Anzahl Bets oder Raises] : [Anzahl Calls]. Im allgemeinen gilt ein AF von ĂĽber 2 (oder ĂĽber 3) als aggressiv, ein Wert unterhalb von 1.5 als passiv. Man kann unterscheiden zwischen Postflop-AF, Preflop-AF und dem AF auf den einzelnen Streets (Flop-AF, Turn-AF und River-AF). Sofern nicht anders gesagt, meint man mit AF den Postflop-AF.
Wie man sieht, erhält man hier einen Anhaltspunkt für die Aggressivität des Gegners, denn je häufiger er selbst die Initiative übernimmt und setzt oder erhöht anstatt gegnerische Einsätze nur mitzugehen, desto höher ist der Wert. Beispielsweise kann man bei einem Spieler mit einem sehr geringen AF, der auf einmal beginnt stark zu setzen, in der Mehrzahl davon ausgehen, dass er tatsächlich auch eine starke Hand hält.
- Aggressive
- Ein Spielstil, der durch häufiges Raisen und Re-Raisen gekennzeichnet ist. Nicht zu verwechseln mit "loose play". Viele Spieler warten ein gutes Blatt ab, bevor sie beginnen, aggressiv zu spielen. Man spricht von einem aggressiven Tisch, wenn dieser von aggressiven Spielern dominiert wird.
- All-In
- Wenn ein Spieler seine gesamten Restchips in den Pot wirft, wird dieser Spieler als "All-in" bezeichnet. Wenn man (wie in den meisten Fällen) mit Tischeinsätzen spielt, ist ein All-In-Spieler nicht berechtigt, Geldeinsätze zu gewinnen, die über den letzten Einsatz (Side Pot) hinausgehen. Stattdessen kann er nur den Main Pot erhalten.
- Angle
- Ein Angle ist ein technisch legaler, jedoch moralisch dubioser Weg, seine Gewinnerwartungen in einem Spiel zu erhöhen. Abhängig davon, wen Sie befragen, ist ein Angle eine geheime Gemeinheit oder aber eine für jeden Spieler unabdingbare, vitale Strategie.
Ein Beispiel mag sein, vorzugeben, dass man folden wird (oder gar ausserhalb des Zuges zu folden und sich die Karten wieder zurückholen, falls das erlaubt ist), um so einen Call zu provozieren (wenn Sie davor stehen, zu raisen). Ein Spieler, der sich regelmässig Vorteile mithilfe von Angles verschafft, wird Angle Shooter genannt
- Ante
- Ein erzwungener Einsatz von geringem Betrage, den jeder Spieler vor jeder Runde zu tätigen hat. Bei Spielen mit Ante wird auf diese Weise der Anfangspot zusammen gestellt.
Benutzt man diesen Begriff als Verb, so meint man damit, genau diesen Einsatz zu tätigen.
- Any two
- Any two ist ein Ausdruck in Texas Hold‘em dafür, dass die Starthand bei einer Aktion eines Spielers egal ist. Man sagt z.B.: "Ich erhöhe any two", wenn man mit jeder Hand erhöht. Analog dazu sagt man: "Er spielt any two", wenn ein Spieler jede Hand spielt.
- Assigned Bettor
- Der Spieler, der in einer Wettrunde als Erster an der Reihe ist, ist der assigned Bettor.
- ATS (Abk)
- Attempt to steal - Gibt an, wie häufig ein Spieler in später Position die Blinds attackiert.
- Average Stack
- Der Average Stack oder Durchschnittsstack ermittelt sich aus der Anzahl aller im Spiel befindlichen Chips geteilt durch die Anzahl der Spieler. In einem Turnier ist der Average Stack ein Anhaltspunkt für die eigene Position im Spielerfeld.
- B/C (Abk)
- Bet / Call - Ein Spieler setzt und callt anschliessend eine gegnerische Erhöhung.
- B/F (Abk)
- Bet / Fold - Ein Spieler setzt und foldet anschliessend auf eine gegnerische Erhöhung.
- Back Door Draw
- Ein Backdoor Draw oder Runner-Runner Draw ist ein Draw, der zweier statt nur einer Karte bedarf, um sich zu materialisieren. Hält ein Spieler beispielsweise drei Karten in Kreuz, dann hat er einen Backdoor Draw auf den Kreuz-Flush. Er braucht zwei weitere Kreuz-Karten, um den Flush, also fünf Karten in einer Farbe, zu erhalten.
- Back Into
- Wenn Sie ein anderes Blatt erhalten, als Sie eigentlich ziehen wollten, sagt man: "backed into" das besagte Blatt. Beispiel: Bei 7 Card Stud sind Ihre ersten vier Karten AA44 und Sie bekommen schliesslich einen Flush. Dann wurden Sie "backed into the flush"
- Backraise
- Eine Backraise ist eine Reraise eines Spielers, der ursprünglich ein Gebot bzw. eine Erhöhung nur mitgegangen ist, ohne selbst zu erhöhen.
Eine Sonderform eines Backraises ist das so genannte Limp-Raise. In Spielen mit Blinds als Zwangseinsätzen, bedeutet limpen, dass ein Spieler den Big Blind nur callt, um im Spiel zu bleiben, aber diesen nicht erhöht. Wird nach ihm nun erhöht und er entscheidet sich dafür, diese nicht nur mitzugehen, sondern selbst noch einmal zu erhöhen, dann limp-raist er.
- Bad Beat
- Eine Situation, bei der eine starke Hand durch extremes Pech und/oder sehr schlechtes Spiel des Gegners noch verliert.
- Bankroll
- Der Gesamtbetrag den jemand setzen kann und möchte. Viele Spieler trennen den Bankroll von ihren übrigen Finanzen. Ein passender Bankroll für ein bestimmtes Spiel (unter der Annahme positiver Erwartungen) wäre ein Betrag, der gross genug ist, um die erwarteten Varianzschwingungen auszugleichen. Bei einem Spiel mit negativer Erwartung sollte der Bankroll nicht auslaufen, bevor Sie sterben.
Manche Spieler begrenzten ihr Risiko auch auf einer pro-Session Basis, also spielen sie mit einem Session-Bankroll. Sei der Bankroll nun für Poker grundsätzlich, Poker diese Woche oder für heute nur, hängt davon ab, wie Sie Ihr Geld managen.
- BB (Abk)
- => Big Blind
- BBBB (Quad B)
- BBBB ist die gängige Abkürzung für "Bitches, beache, BBQ & bit Poker".
- Behind
- Bevor die letzte Karte ausgeteilt wird, haben Sie entweder die beste Karte, oder nicht. Trifft letzteres auf Sie zu, sind Sie "behind". (=> Chase)
- Belly Buster
- Anderer Name für Inside Straight Draw. (=> Double Belly Buster)
- Bet
- "To bet" bedeutet, Geld in den Pot zu legen, normalerweise zur Eröffnung des Spiels, denn spätere Einsätze werden als "Raise" oder "Re-Raise" bezeichnet. Als "Bet" (Nomen) kann das Geld, welches von einem Spieler in einem Zug in den Pot gelegt wird, oder der Betrag, der später zu callen benötigt wird, bezeichenet werden. Es kann auch eine Anweisung dazu sein, endlich den Wetteinsatz in den Pot zu schmeissen. Oder, im Plural, wir damit die Anzahl getätigter Einsätze bekannt gegeben.
Who bet? (Wer hat eröffnet)
That‘s his bet. (das ist das Geld, welches er eingesetzt hat)
Your bet. (Sie sind dran)
Let‘s make it two bets. (ich raise)
- Bet in the dark
- Bet in the Dark, blind zu setzen, bedeutet, einen Einsatz für eine zukünftige Wettrunde anzukündigen, bevor die dazu entsprechenden Karten geteilt wurden oder man seine Hand gesehen hat. Der Spieler erklärt, dass er setzen wird, egal, welche Karten vom Kartengeber geteilt werden. Kündigt ein Spieler in einem Texas Hold‘em Spiel beispielsweise vor dem Teilen des Flops an, in der nächsten Wettrunde in the dark zu setzen, dann meint er damit, dass er, nachdem der Flop geteilt wurde, auf jeden Fall und unabhängig davon, welche Karten der Flop bringt, einen Einsatz machen wird.
- Bicycle Wheel
- Als Bicycle Wheel (auch Wheel oder Bicycle genannt) wird das folgende Blatt bezeichnet: A2345. Normalerweise wäre dies ein Straight bis zur 5. In Spielen, die auf "Low Hand" gespielt werden, ist dieses manchmal das bestmögliche Blatt (siehe: Ace to five). Auch in manchen Hi-Lo-Games ist dieses Blatt grossartig (als "Nut Low") und zählt als Straight für den High-Pot.
- Big Bet
- In begrenzten Spielen, bei denen die Grösse des maximalen Einsatzes in späteren Runden steigt, benennt man mit Big Bet den grösstmögliche Einsatz. Ein Small Bet ist entsprechend der kleinstmögliche Einsatz. Beispiel: In einem 5-10 Texas hold‘em Spiel betragen kleine Einsätze 5$ und Big Bets liegen bei 10$. (=> Structure und Limit)
- Big Bet Poker
- Pot-Limit und Kein-Limit-Poker werden oft als Big Bet Poker bezeichnet (im Gegensatz zu begrenzten Spielen jeder Grössenordnung). Das "Big" bezieht sich auf die Grösse der Einsätze in Relation zum Pot, ungeachtet der tatsächlich involvierten Geldmenge.
- Big Blind
- => Blind Bet
- Big Slick
- Ein Ass und ein König als Holecards bei Holdem.
- Blank
- Eine Karte, die nicht danach aussieht, als ob sie Ihnen in irgendeiner Weise helfen könnte.
- Blind Bet (or Blind)
- Ein Blind Bet oder Blind ist ein erzwunger Einsatz, der getätigt werden muss, bevor irgendwelche Karten ausgeteilt sind. Um den Pot zu Beginn zu füllen, sind Blinds eine Alternative zum Ante. Blinds werden eher in Flop-Games wie Hold‘em oder Omahapoker denn bei Stud oder Draw-Games benutzt. In Hold‘em müssen üblicherweise die beiden Spieler zur Linken des Dealerbuttons den Blind-Einsatz tätigen. Bei begrenztem Spiel beträgt der Small Blind (zur Linken des Croupiers) i.d.R. die Hälfte des kleinen Einsatzes, woindessen der Big Blind (zur Linken des Small Blinds) dem vollen Betrag des kleinen Einsatzes entspricht.
Das Setzen beginnt dann mit dem Spieler zur Linken des Big Blind (den man auch als "under the gun" bezeichnet), welcher wenigstens den Big Blind callen muss, um im Spiel zu bleiben. Wenn Sie sich an einen neuen Tisch setzen, ist es sinnvoll, mit dem Spielen eines Blatts zu warten, bis Sie an der Reihe sind, den Blind zu setzen. (=> Live Blind, Structure und Straddle)
Als "Big Blind" und "Small Blind" werden ferner die Spieler bezeichnet, die ebendiese Einsätze getätigt haben.
- Blinddefense
- Die Blinddefense, die Verteidigung der Blinds, ist das strategische Gegenstück zum Blindsteal, dem Angreifen und Stehlen der Blinds. Wie auch das Stehlen der Blinds diese wird die Blinddefense häufiger mit schlechteren Händen ausgeführt und kann zum einen darin bestehen, dass man auf die Erhöhung des Angreifers weiter erhöht, um die Initiative zu übernehmen oder ihn zur Aufgabe zu zwingen, oder sie kann darin bestehen, die Erhöhung nur mitzugehen, um den Angreifer bei einer günstigen Gelegenheit auf einer späteren Strasse auszuspielen.
- Blindsteal
- In einem Spiel mit Blinds als Zwangseinsätzen wie Texas Hold‘em ist ein Blindsteal das Stehlen oder Angreifen der Blinds in Form einer Erhöhung vor dem Flop aus später Position oder das Angreifen des Big Blinds aus dem Small Blind heraus, nachdem alle Spieler zuvor ihre Karten abgelegt haben. Dieser Spielzug wird häufig auch mit schlechteren Händen ausgeführt, da er zum grossen Teil einfach darauf abzielt, dass die Spieler in den Blinds ihre Karten aufgeben und man so den oder die Blinds kampflos einsammeln kann.
Das strategische Gegenstück zum Blindsteal ist die Blinddefense, die Verteidigung seines Blinds auch mit schlechteren Händen gegen einen solchen Stehlversuch.
- Bluff / Pure Bluff
- Ein Bet mit einem schwachen Blatt (typischerweise einer "busted hand"), der darauf abzielt, die anderen Spieler zum folden zu bringen. Ein bluffender Spieler hat normalerweise nur geringe bis gar keine Chancen, einen Showdown zu gewinnen, spekuliert aber darauf, dass die anderen Spieler aussteigen, wenn sie selbst nicht besonders gute Karten haben. Bei einem Limit Play ist es sinnvoller, gegen schwache, ängstliche Spieler zu bluffen, die selbst dann folden, wenn Sie eigentlich gewinnen könnten. Es ist eine schlechte Idee, gegen Spieler zu bluffen, die oft callen, da die Wahrscheinlichkeit gering ist, sie einfach so aus dem Pot zu schrecken.
Bluffen ist auch ein wesentlich relevanterer Punkt bei Pot-Limit- und No-Limit-Spielen, bei denen der Bluffer aus Callen eine teure Angelgenheit machen lassen kann. (=> Semi-Bluff, Represent, Speeding, Table Cop und Advertising)
- Bluff Induce
- Bluff-Induce bzw. einen Bluff zu induzieren bedeutet, mit einer guten Hand einen Spielzug wie einen Check auszuführen, um einen Gegner zu einem Bluff zu verleiten. Man signalisiert Schwäche oder die Bereitschaft, seine Hand aufzugeben, um den Gegner zu einem Bluff zu animieren.
- Board
- So werden die Communitycards (Gemeinschaftskarten) in einem Flopspiel (z.B. Hold‘em) oder die aufgedeckten Karten in einem Stud-Spiel (z.B. Seven Card Stud) bezeichnet. Jemand, der das "Board spielt", verwendet keine seiner Holecards.
- Boat
- Eine andere Bezeichnung für Full House.
- Bot / Pokerbot
- Als Pokerbot wird ein autonom agierendes Programm bezeichnet, das einen Spieler simuliert. Ebenso wird dieser simulierte Spieler als Pokerbot oder Bot bezeichnet. Das Programm kann an einem oder mehreren Spielen teilnehmen und trifft seine Entscheidung auf der Basis der ihm zugrunde liegenden Algorithmen.
- Bottom Pair
- Gibt es in einem Hold‘em (oder sonstigem Flop-) Spiel drei Karten verschiedener Ränge und Sie bilden ein Paar mit den untersten, haben Sie ein Bottom Pair.
- Bounty
- Bei manchen Turnieren bekommen Spieler, die jemand anderen aus dem Turnier geworfen haben, kleinere Bargeldbeträge als Belohnung - genannt Bounty. Dies ist z.B. bei Low-Buy-In Turnieren üblich und die Höhe dieses Bountys ist normalerweise relativ gering (denn es können ja fast so viele Bountys geben, wie Spieler angemeldet sind).
- BR (Abk)
- => Bankroll
- BRB (Abk)
- Bankroll Building (Aufbau der Bankroll) oder auch "be right back" (bin gleich zurück)
- Brick
- Ein Blank oder (vor allem in Low- oder High/Low-Spielen) eine Karte, die jemandem das Blatt verfälscht. Häufiger verwendet man den Begriff "Brick" bei Seven Card Stud, während "Blank" eher zu Hold‘em passt - Brick ist ein persönliches Problem, während sich ein Blank auf alle Spieler auswirkt.
- Bring In
- "To bring in the betting", also die Wetten hinenitragen, meint, den ersten Einsatz in der Runde zu tätigen (exklusive Blind Bets und Antes). Ein Spieler, der das nun ausführt, "brings it in". Ein Einsatz, der so zustande gekommen ist, wird als "bring-in" bezeichnet.
- BRM (Abk)
- => Bankroll Management
- Broadway
- Als Broadway wird eine Strasse bezeichnet, die aus Zehn, Bube, Dame, König, Ass besteht. Ebenso nennt man die Karten von Zehn bis Ass Broadway-Karten.
- Brush
- Ein Angestellter des Kartenspielraums, der für die Sitzordnung abgerichtet ist, wird gerne mal als "Brush" bezeichnet.
- BSS (Abk)
- Big Stack Strategy - Strategie für das Spiel mit einem vollen Stack
- BU (Abk)
- => Button
- Bubble
- In einem Pokerturnier bezeichnet man die letzte Platzierung, auf der ein Spieler kein Geld gewinnt, als Bubble. Sind in einem Turnier beispielsweise für die ersten zehn Plätze Geldpreise ausgeschrieben, dann ist die 11te Platzierung die Bubble. Der Spieler, der auf dieser Position ausscheidet, wird auch als Bubble Boy bezeichnet.
In zweiter Bedeutung wird jene Spielphase in einem Turnier als Bubble bezeichnet, in der nur noch wenige Spieler ausscheiden müssen, bis die Geldränge erreicht sind.
- Bug
- Ein Joker, normalerweise bei Five Card Draw oder Draw Lowball. Bei High-Games kann ein Bug normalerweise als Ass verwendet werden, um einen Straight oder einen Flush zu vervollständigen.
- Bullets
- Ein Paar Asse im Hole.
- Bump
- Raisen.
- Buried
- Ein "buried pair", also ein begrabenes Paar, ist ein Paar im Hole bei Seven Card Stud - ein Paar in den ersten beiden Downcards.
- Burn
- Um die Möglichkeiten der Spieler zur Informationsgewinnung über die kommenden Karten zu verringern, werden bei vielen Spielen die Karten oben auf dem Stapel zu einem bestimmten vom Dealer festgelegten Zeitpunkt entfernt (so etwa bei Holden for dem Flop, Turn und River). Diese Karten werden als "Burn Cards" bezeichnet. Grundsätzlich wird jederzeit eine Karte als Burncard bezeichnet, sobald sie vom Stapel entfernt wird.
- Burn Card
- => Burn
- Bust
- Wenn man kein Geld mehr hat - vor allem bei Turnieren.
- Busted Hand
- Ein Blatt, das nicht einmal ein Paar beinhaltet (d.h. jedes Blatt, das gegen ein 2er-Paar verliert). Eine "busted hand", dem ein Draw zu einem Straight oder Flush fehlt, wird als "Busted Straight" oder "Busted flush" bezeichnet.
- Button
- Ein Button ist ein Markierungspunkt, üblicherweise eine Plastikscheibe, die dazu benutzt wird, eine bestimmte Position auf dem Tisch zu kennzeichnen. Normalerweise deutet dieser Button auf die Position des Dealers hin, bzw des Spielers, der den Posten gerade inne hat. Bei Spielen mit einem Profi-Dealer vom Haus (welcher dann selbst nicht mitspielt), markiert dieser Button die Position des Spielers, der die letzte Karte bekommt und auch als letztes in einem Spiel mit fester Reihenfolge agiert. Dieser Spieler wird als "On the Button" bezeichnet.
Es gibt noch andere Buttons, so etwa den berühmten "Big Blind"-Button, der anzeigt, welcher Spieler gerade abwesend war, als er mit Setzen der Blind Bet an der Reihe war, wozu er dann gezwungen wird, wenn er wieder zurück ins Spiel kehrt.
- Buy
- Einen Pot kaufen ("to buy a pot") bedeutet, einen so grossen Einsatz zu tätigen, dass die anderen Spieler höchstwahrscheinlich nicht mitgehen werden.
Den Button bei Flop-Games zu kaufen bedeutet, vor dem Flop zu raisen, um andere Spieler in besseren Positionen als Sie zum Folden zu bewegen. Wenn jeder in der Nähe des Button foldet, haben Sie den Button gekauft. Es ist offensichtlich, dass das umso besser funktioniert, je näher Sie an dem Button anfangen.
- Buy-in
- Bei Turnieren ist der buy-in die "TeilnahmegebĂĽhr". Im Interet werden oft Angaben wie "buy-in: 20$ + 2$" gemacht. Das bedeutet, dass 20$ in den Preispool wandern und wieder ausgezahlt werden, 2$ kassiert der Veranstalter.
Bei cashgames ist der buy-in der Betrag, den man an den Tisch nimmt. Bei NoLimit ist der maximale buy-in meistens 100 BigBlinds, der minmale 20 BigBlinds.
Bei Limit-cashgame gibt es meistens keinen maximalen buy-in.
- C/B (Abk)
- => Check behind
- C/C (Abk)
- Check / Call - Ein Spieler checkt und callt anschliessend einen gegnerischen Einsatz.
- C/F (Abk)
- Check / Fold - Ein Spieler checkt und foldet anschliessend bei einem gegnerischen Einsatz.
- C/R (Abk)
- => Check / Raise - Ein Spieler checkt und raist anschliessend nach einem gegnerischen Einsatz.
- Call
- Callen bedeutet, mit einem aktuellen Einsatz (Bet) mit- bzw. gleichzuziehen. Gab es einen Bet über 10$ und einen Raise über 10$, kostet es 20$, um zu callen. Callen ist die billigste (und passivtste) Methode, um in einer Runde zu bleiben. (=> Cold call, flat call und it)
- Calling Station
- Ein Spieler, der zu oft callt, wird manchmal als Calling Station bezeichnet. Ein solcher Spieler wird Ihnen oft in die Hände spielen und gleichzeitig selten in der Lage sein, relativ gute Blätter selbst durczusetzen (=> passive). Auf der anderen Seite kommen solche Spieler häufiger durch die Backdoor als andere und haben öfter unerwartete Blätter, wodurch es gelegentlich für andere Spieler frustrierend werden kann, gegen sie zu spielen, vor allem, wenn es viele von ihnen gibt.
- Cap
- Der Cap ist die letzte mögliche Erhöhung in einer Wettrunde bzw. die Obergrenze für die in einer Hand maximal möglichen Einsätze. Im Regelfall ist die Anzahl der Erhöhungen pro Wettrunde auf 3, 4 oder 5 in der Zahl begrenzt. Die letzte Erhöhung ist der Cap.
Es gibt zudem eine besondere Form von Pot- und No-Limit-Spielen, in denen es einen Cap, eine Obergrenze, dafür gibt, wie viel ein einzelner Spieler insgesamt und über alle Wettrunden hinweg setzen kann. Hat er sein Einsatzmaximum ausgeschöpft, wird er als All-In behandelt.
- Cardroom
- Ein Cardroom ist ein Raum, in dem Poker gespielt wird! Ferner werden Organisationen, die einen solchen Raum betreiben, als Cardrooms bezeichnet. Die meisten Casinos, in denen Poker angeboten wird, haben einen eigenen Raum dafür, oder wenigstens einen dafür abgetrennten Bereich. Wonach Sie in einem Cardroom die Augen offen halten sollten sind Tische, Floorpeople, The Brush, Chips und derlei.
- Cards speak
- Cards Speak ist die Regel, dass sich der Wert Ihres Blatts ausschliesslich über Ihre Karten definiert. Sie müssen Ihre Hand nicht erklären, um Ihren Gewinnanteil zu erhalten.
- Catch
- Wenn Sie über längere Zeit hinweg das Glück haben, stets super Karten zu erhalten, bezeichnet man Sie als "catching cards" (Karten einfangend). Hinter der Phrase verbirgt sich oft der milde Beigeschmack von unwahrscheinlichem Glück. Wenn Ihnen also jemand sagt "toller Fang", meint er oder sie vielleicht "jaja, nimm doch den Pot, du ahnungslose Nulpe", oder vielleicht auch nur "da haben Sie aber Glück gehabt".
- Chase
- Wenn Sie hinten liegen, können Sie entweder auf den Pot verzichten (d.h. entsprechen checken bzw. folden), versuchen, den Pot zu stehlen, oder dabei bleiben und darauf hoffen, dass Sie sich noch gewinnfähig verbessern werden. Chasing (jagen) bedeutet letzteres (zum beispiel nach einem Flush chasen) - und führt in der Regel zu reichlich schlechten Auszahlungsverhältnissen.
- Cheating
- Cheating bezeichnet jede Art von betrügerischer Manipulation oder Betrug. Im Bereich des Pokerns kann Cheating beispielsweise durch gezinkte Karten, nur scheinbar gemischte Kartendecks, Absprachen, versteckte Karten, dem Diebstahl von Chips usw. geschehen. Im Kontext von Online-Poker gelten Absprachen unter Spielern, Collusion genannt, der Einsatz von Pokerbots, also Programmen, die statt menschlicher Spieler am Spiel teilnehmen, und der Einsatz globaler, kommerzieller Spielerdatenbanken als Cheating. Von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ist die Bewertung des Data-Minings, des softwaregesteuerten Sammelns von Händen für die Auswertung und Ermittlung von Spieler-Statistiken mit Analyse-Programmen wie Pokertracker oder Pokeroffice, ohne dass man selbst am Tisch sitzt.
Die Anbieter von Online-Poker-Spielen unternehmen mehr oder weniger grosse Anstrengungen, um Betrugsversuche zu unterbinden, indem sie z.B. die gespielten Hände auf verdächtige Muster untersuchen, die auf Absprachen zwischen Spielern hindeuten, oder indem sie die Computer der Benutzer daraufhin untersuchen, ob auf diesen eine unzulässige Software läuft.
- Check
- Wenn vor Ihnen noch niemand einen Einsatz getätigt hat, können Sie checken, was etwa gleichbedeutend mit dem Callen eines Einsatzes über 0$, bzw. dem passen Ihres Zuges ist. Wenn alle Spieler am Tisch in der gleichen Runde checken, nennt man dies "checked around" und es gibt eine Karte umsonst.
Poker Chips werden insbesonders in England manchmal auch als Checks bezeichnet.
- Check behind
- Check behind ist der englische Ausdruck dafür, dass ein Spieler in letzter Position checkt (passt, weitergibt), nachdem ein oder mehrere Gegner vor ihm schon gecheckt haben. Dadurch wird die nächste Strasse respektive der Showdown ohne weitere Einsätze gespielt.
- Check-Raise
- Ein Check-Raise ist genau das, wonach es klingt - ein Raise, nachdem Sie bereits in einer Einsatzrunde gecheckt haben. Check-Raises können dazu benutzt werden, einen Spieler in die Falle zu locken, der z.B. bei einer einfachen Bet gefoldet hätte, beim Check jedoch öffnen würde.
- Chip
- Pokerchips sind kleine runde Scheibchen, die anstelle von echtem Geld an einem Pokertisch benutzt werden. Jene, die Sie an guten Pokertischen vorfinde, sind normalerweise aus Ton. Pokerspiele für zuhause verwenden meistens die billigere Plastikvariante. Chips bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber echtem Geld, vor allem, dass man sie leichter zählen kann und Betrugsversuche schwieriger sind. Die Farbgebung der Chips differiert manchmal, die meisten Casinos benutzen allerdings weiss für $1 Chips, rot für 5$ Chips, grün für 25$ Chips und schwarz für 100$ Chips. Wenn jemand ein "rack of white haben möchte, meint er 100$ in 1$ Chips.
- Chip Race
- Wenn während Turnieren die Einsatzlimits steigen, werden Chips mit niedrigerem Nennwert aus dem Spiel entfernt (=> Color up).
- Chop
- Die Blinds an den Spieler zurückgeben, der sie gepostet hat und zum nächsten Blatt übergehen. Dies kann z.B. bei Hold‘em passieren, wenn niemand die blinds callt. Wenn man sich auf einen Chop einigt, anstatt das Blatt zu spielen, können es die beiden Blinds vermeiden, den Rake zu zahlen, weil in vielen Cardrooms nur dann von diesen Blättern einkassiert wird, wenn es überhaupt einen Flop gibt. An einem Tisch, an dem eher mehr los ist, einigen sich die Spieler oft auf einen Chop, damit sie schneller ein "echtes" Blatt bekommen.
- CO (Abk)
- => Cutoff - Position vor der des Kartengebers / Dealers (BU)
- Coffeehouse
- Über sein eigenes Blatt zu sprechen, üblicherweise mit der Absicht, die anderen Spieler in die Irre zu führen oder zu manipulieren, wird Coffeehousing genannt. Ob das moralisch akzeptabel ist müssen Sie entscheiden. Oder das Casino, in dem Sie spielen.
- Coinflip
- Als Coinflip bezeichnet man eine Spielsituation, in der zwei Spieler jeweils annähernd eine 50%-Chance besitzen, die entsprechende Hand für sich zu entscheiden. Da es ungefähr 50:50 steht, könnte das Spiel theoretisch auch durch einen Münzwurf entschieden werden, denn auch hier liegen die Wahrscheinlichkeiten für Kopf oder Zahl annähernd bei 50%. Daher nennt man eine solche ausgeglichene Spielsituation einen Coinflip, einen Münzwurf.
Ein klassischer Coinflip in Texas Hold‘em besteht in der oben dargestellten Situation, in einer Konstellation, in der ein Paar vor dem Flop gegen zwei Overcards antritt. Hier liegen die Gewinnwahrscheinlichkeiten bei ungefähr 44:56 mit leichtem Vorteil für das Paar Damen.
- Coldcall
- Wenn jemand einen Raise callt, ohne vorher gelimpt zu haben, ist dies ein Coldcall. Der Begriff wird v.a. in Limit-Spielen benutzt. Beispiel: A raised, B reraised, C coldcallt die 3 bets, A callt. Der Call von C ist ein Coldcall, der Call von A ist kein Coldcall.
- Collusion
- Collusion (engl. für geheime Absprache) ist eine in betrügerischer Absicht von mehreren Spielern vorgenommene Absprache, indem sie sich im Online-Poker beispielsweise über Telefon oder ein Chat-Programm über ihre Karten austauschen oder in einem Kasino versteckte Zeichen geben.
Die Online-Anbieter von Pokerspielen haben mehr oder weniger effiziente Schutzmechanismen vor derartigen Betrugsversuchen entwickelt, die u.a. beinhalten, dass die gespielten Hände auf verdächtige Muster hin untersucht werden.
- Color Up
- Seine Chips gegen solche höheren Werts zu tauschen, üblicherweise, um die Anzahl der Chips vor einem zu verringern. In Turnieren werden die Spieler zum "Color up" regelmässig mit der Erhöhung der Höchsteinsätze und mit der Verringerung der Teilnehmerzahl gezwungen (es ergibt etwa keinen Sinn, mit 25$ Chips zu spielen, wenn die Blinds bei 10000$ liegen). (=> Chip Race)
- Come Hand
- Ein Blatt, welches noch verbessert werden muss, um eine realistische Chance zu bekommen, wird als come hand bezeichnet. (=> Draw und drawing hand)
- Community Cards
- (= Gemeinschaftskarten) Aufgedeckte Karten, die von allen Spielern gemeinsam in einem Blatt verwendet werden. In Flop-Spielen gibt es fünf Community Cards.
- Complete
- Ein Complete ist das Auffüllen eines unvollständigen Zwangseinsatzes auf die reguläre Betgrösse, oder das Auffüllen des Einsatzes nach einem irregulären All-In-Raise, wenn der Gegner mit weniger Geld bzw. Chips All-In geht, als die Mindesthöhe für eine reguläre Erhöhung erfordern würde.
- Connector
- Karten von aufeinanderfolgenden Rängen, vor allem Pocket Cards, werden als Connectors (=Verbinder) bezeichnet.
- Continuation bet
- Wenn ein Spieler Preflop raised, gecallt wird und dann auf dem Flop nochmals bettet, obwohl er den Flop nicht getroffen hat, wird dies als Continuation Bet bezeichnet.
- Counterfeit
- In Flop-Games, bei denen Ihr Blatt aufgrund von board cards, die Sie schon auf der Hand haben, abgeschwächt wird, bezeichnet man ihr Blatt als counterfeit (Fälschung). Beispiel: Sie haben J9 und der Flop ist T87. Wenn der Turn jetzt 9 ergibt, haben plötzlich alle mit J einen Straight - und der Spieler mit QJ hat einen besseren Straight als Sie. Wenn der River ein Bube wird, ist der Counterfeit sogar noch stärker. Sie spielen das Board und alle, die eine Dame haben, haben auch ein besseres Blatt als Sie.
- Counterfeit
- In Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten ist die Hand eines Spielers dann counterfeited, wenn eine Gemeinschaftskarte geteilt wird, die das Blatt des Spielers wertlos macht. Hält in Texas Hold‘em ein Spieler eine 2 und eine 3 in Karo und der Flop bringt drei weitere Karten in Karo, dann hat der Spieler zwar einen Flush, aber jedes weitere Karo auf dem Turn oder River kann seine Hand wertlos machen, da nun jede vereinzelte gegnerisches Karo-Karte einen besseren Flush bilden kann. Oder ein Spieler hält mit einer vereinzelten Dame die oberste Karte zu einer Strasse, während die vier anderen Karten der Straight - 8, 9, 10, Bube - die Gemeinschaftskarten sind. Dann ist seine Hand dann counterfeited, wenn am River eine Dame auf dem Board erscheint, da nun jeder König eine bessere Strasse ermöglicht.
- Covered
- Jemanden zu covern bedeutet, mehr Chips bzw. Geld als er am Tisch zu haben. Der eigene Stack ist grösser als der des Gegners, sodass man im Falle eines All-Ins des Gegners noch Chips bzw. Geld übrig hat, sollte man die Hand verlieren.
Von Bedeutung ist das zum Beispiel im Turnierpoker, wo jeder Spieler, der einen covert, potentiell der Spieler sein kann, der einen aus dem Turnier wirft.
- Cowboy
- Anderer Name für König.
- Crack
- Wenn ein sehr starkes Blatt (vor allem Pokerblatt) noch übertroffen wird, sagt man auch, es wurde "gecrackt" (genackt).
- Crying Call
- Wenn jemand callt, der praktisch keine Chance darauf hat, den Pot zu gewinnen und dies wohl auch weiss.
- Cut
- Nachdem die Karten gemischt sind, werden sie üblicherweise noch einmal in der Mitte abgehoben und die beiden Hälften dann miteinander vertauscht. Bei Cardroom games mit Hauscroupiers wird dies normalerweise von letzteren erledigt. Bei Homegames führt diese Aktion meistens der Spieler neben dem Dealer aus.
- Data Mining
- Unter Data Mining versteht man das softwaregestützte Sammeln von online gespielten Händen, an denen man selbst nicht beteiligt ist. Eine spezielle Mining-Software überwacht hierbei diverse Pokertische und zeichnet die gespielten Hände auf, sodass man diese später in einem Analyse-Programm auswerten und aufbereiten kann, um beim Spiel hilfreiche statistische Werte seiner Gegner zu erhalten. Auf diese Weise ist es möglich, zuverlässige Aussagen über die Spielweise eines Gegners zu treffen, ohne dass man je mit ihm gespielt hätte.
Data Mining wird von vielen Online-Anbietern als verbotene Praxis bzw. betrügerische Vorteilsnahme erachtet, sodass hier die gleichen Regeln gelten wie beim Verwenden von Pokerbots sowie die gleichen Schutzmassnahmen seitens der Anbieter, die z.B. die laufenden Prozesse auf dem PC des Benutzers auf Auffälligkeiten untersuchen. Generell verboten ist die Verwendung zentraler Hand-Datenbanken, auf die via Internet zugegriffen werden kann und welche dem Spieler für ein monatliches Entgelt die Arbeit des Data Minings abnehmen.
- Dead
- Eine Dead Card ("tote Karte") ist eine Karte, die nicht mehr zu Ihrer Hilfe dienen kann. Eine Dead Hand ("totes Blatt") ist ein Blatt, mit dem Sie nicht mehr den Pot gewinnen können.
Dead money ("totes Geld") sind Einsätze in den Pot, die von jemandem getätigt wurden, der schon gefoldet hat.
- Deal
- Dealen bedeutet, Karten während einer Runde auszuteilen. Die Person, die dies durchführt, wird als Dealer bezeichnet (auch: Croupier).
"To be dealt in" bedeutet, Karten während der Runde zu erhalten. "To be dealt around or out" bedeutet, keine Karten zu erhalten.
- Dealer Button
- => Button
- Dealer's Choice
- Eine Art Poker, bei der vom Dealer bestimmt wird, welche Pokervariante gespielt wird.
- Deception
- Deception (engl. für Täuschung, Betrug, Manipulation) ist ein sehr weit gefasster Begriff, der sämtliche Handlungen, Spielzüge und Vorgehensweisen umfasst, die darauf abzielen, die eigene Hand oder Spielweise zu verschleiern. Ein Spielzug for deception zielt darauf ab, den Gegner über die Stärke oder Art der eigenen Karten oder die eigene Spielweise zu täuschen.
Deceptive Play bezeichnet eine Spielweise oder einen Spielzug, der darauf abzielt, den Gegner im vorher genannten Sinne zu täuschen. Deceptive Plays können Bluffs, Semi-Bluffs, Slowplay und Advertising Moves umfassen.
- Declare
- Declare Games sind Spiele, in denen Sie den Wert Ihres Blattes verkünden müssen, um den Pot erhalten zu können. Ein typisches Beispiel hierfür wäre ein High-Low-Splitgame bei dem Sie vor dem Showdown verkünden müssen, ob Sie Anspruch auf den niedrigen, hohen oder gar auf beide Pots erheben (wenn Sie beide verkünden, müssen Sie auch beide Gewinnen, um überhaupt einen von den beiden zu bekommen). Declare Games werden eigentlich nur zuhause gespielt. In den meisten (wenn nicht allen) Cardrooms sprechen die Karten.
- Deep Stack
- Ein Stack ist deep (engl. für tief), wenn er nennenswert grösser als das maximale Tisch-Buy-In ist. Hat ein Spieler z.B. 200 Dollar an einem Tisch, an dem man sich mit maximal 100 Dollar einkaufen kann, dann ist er deep. Ein solcher Spieler hat die Möglichkeit, von anderen Deep Stacks in einer Hand mehr Geld gewinnen zu können, andererseits auch den Nachteil, dass das Gegenteil ebenso gilt.
Eine solche Konstellation wirkt sich auch auf die Spielweise bzw. Strategie aus, da ein deeper Spieler aus dem zuvor genannten Grunde verbesserte Implied Odds gegen einen anderen besitzt und daher zunächst kostenintensivere Spielzüge vornehmen kann einzig aus dem Grunde, dass er auch mehr Geld gewinnen kann, sollte er im Verlauf der Runde ein starke Hand bilden können. Das Kosten/Gewinn-Verhältnis, auf dem das Konzept der Pot Odds und Implied Odds beruht, verschiebt sich derart, dass die Kosten aufgrund des höheren möglichen Gewinns grösser ausfallen dürfen.
In einem Turnier ist der Stack deep, wenn er im Verhältnis zu den Stacks der anderen Spieler und der Höhe der Zwangseinsätze nennenswert grösser ist.
- Deuce
- Zweier werden manchmal als Deuces bezeichnet. 22277 kann so als deuces voller Siebenen bezeichnet werden.
- Deuce to Seven
- In einem Low-Game ist deuce to seven üblicherweise ein starkes Blatt, bei Poker ist es jedoch das schwächste Blatt! Falls Ihnen das noch nicht klar geworden ist, 75432 ist dieses Blatt, ohne Flush. Deuce to Seven Lowball wird auch als Kansas City oder Kansas City Lowball bezeichnet. (=> Ace to five)
- Disconnect Protection
- Die Disconnect Protection (engl. für Wettunterbrechungsschutz, Verbindungsunterbrechungsschutz) dient dazu, die Einsätze eines Teilnehmers in einem Online-Spiel zu schützen, falls dessen Internetverbindung unterbrochen wird. Die übliche Vorgehensweise in einer solchen Situation ist, dass der Spieler bzw. die schon von ihm gebrachten Einsätze als All-In behandelt werden, so als hätte er sein gesamtes Geld gesetzt, nur dass er noch Geld übrig hat. Auf diese Weise verbleibt er weiter im Spiel und nimmt automatisch um die von ihm in der jeweiligen Runde schon gebrachten Einsätze am Showdown teil.
- Discounted Outs
- Discounted Outs sind die um die Karten bereinigten Outs, die zwar eine drawing Hand komplettieren, jedoch einem Gegner zu einer noch besseren Hand verhelfen können.
- Dominate
- Ein Anfangsblatt, welches fast jedes andere Anfangsblatt schlagen würde, wird als dominierendes Blatt bezeichnet. Beispiel: Bei Hold‘em ist AK dominant gegenüber K2.
- Door Card
- Die erste Karte, die für die Spieler bei Seven Card Stud offengelegt wird, nennt man Door Card.
- Double Belly Buster
- Ein Double Belly Buster ist ein Blatt, in dem zwei Straight draws beinhaltet sind. Beispiel: 79TJK wird sowohl mit einer 8, aber auch mit einer Dame zum Straight. Es ist in etwa vergleichbar mit einem open-ended straight draw, abgesehen davon, dass der Double Belly-buster trügerischer ist und die Leute meistens nicht einmal merken, wenn sie einen haben.
- Double up
- Wenn es einem Spieler gelingt seinen Stack in einer einzigen Hand zu verdoppeln, nennt man das einen Double-up. Das kann z.B. geschehen, indem er in einer Hand All-In geht, sein gesamtes Geld oder alle Chips setzt, und gegen einen Spieler gewinnt, der gleich viel oder mehr Geld bzw. Chips als er besitzt.
- Downswing
- Als Downswing bezeichnet man eine Phase oder Zeitspanne, in der ein Spieler trotz korrektem Spiel Verluste einfährt, da die Karten einfach nicht in seinem Sinne fallen oder die Spielsituationen sich häufig unvorteilhaft gestalten, also schlicht und einfach eine Pechsträhne.
- Draw
- Das Wort Draw bedeutet in verschiedenen Zusammenhängen Unterschiedliches, auch wenn es grundsätzliche etwas damit zu tun hat, mehr Karten zu erhalten, um da mit hoffentlich sein Blatt verbessern zu können.
Draw Games sind Spiele, bei denen Sie zu einem gewissen Zeitpunkt einige oder alle Karten abgeben und sich Ersatz aus dem Deck geben lassen können. "Drawing two" bedeutet demnach zwei Ihrer Karten umzutauschen. "The Draw" ist der Moment im Spiel, bei die Spieler diese Aktion durchführen dürfen. Wenn Sie jemand fragt, ob Sie "play some draw" wollen, sind regelmässig five card draws gemeint.
Bei anderen Pokerspielen bedeutet drawing lediglich, dass man im Spiel verbleibt mit der Hoffnung, bessere Karten zu bekommen. Ein Draw ist dann eine Methode, um sich zu verbessern. Beispiel: Wenn Sie vier fargleiche Karten haben, haben Sie einen Flush Draw. Verbleiben Sie in einem Blatt mit der Hoffnung auf Verbesserung, sagt man, Sie seien "on a draw". Man sagt auch, Sie "drawen zu" dem Blatt, das Sie gerne hätten. Beispiel: Bei Lowball halten Sie K7642 und ziehen eine. Dann "drawen Sie zu" einer 7 (d.h. einer 7 low).
(=> open-ended straight draw, inside straight draw, draw out, draw dead, und drawing hand)
- Draw Dead
- Zu ziehen, wenn sich herausstellt, dass Sie sogar verlieren würden, wenn Sie dass ziehen, was Sie sich wünschen. Am einfachsten erklärt am Beispiel Hold‘em: Sie haben einen Fourflush mit KQ‘s aber jemand anders hält A5er und hat bereits ein Paar Asse sicher - draw dead (Sie ziehen tot): Wann immer Sie einen Flush kriegen, hat der andere einen besseren Flush.
- Draw Out (on)
- Eine Karte zu ziehen, so dass Sie das Blatt gewinnen.
- Drawing Hand
- Ein Blatt, von dem Sie erwarten, dass es sich beim Draw ergibt, wird als Drawing Hand bezeichnet. Gleichfarbige Connectors bei Hold‘em (z.B. QhJh) sind drawing hands, denn während sie realtiv häufig starke Blätter verursachen (Straights und Flushes), gelingt ihnen das eher selten beim Flop.
- Drop
- Zu "droppen" bedeutet dasselbe wie "folden" - das Blatt aufgeben. Als drop wird aus der Anteil des Hauses an dem Blatt bezeichnet.
- Edge
- Edge ist die englische Bezeichnung für Vorteil, Vorsprung. Eine Edge zu haben, bedeutet, einen Vorteil gegenüber einem oder mehreren anderen Spielern zu besitzen, was auf vielerlei Arten gegeben sein kann. So hat man z.B. mit einer überlegenen Hand eine Edge gegenüber einer unterlegenen gegnerischen Hand. Ist man einem Gegner von der Spielfertigkeit her überlegen, besitzt man ebenfalls eine Edge. Ebenso besitzt man eine Edge, wenn man eine bessere Ausgangssituation, z.B. eine bessere Position auf einen Gegner, inne hat.
- EP (Abk)
- Early Position - Die frühen Positionen am Pokertisch.
- Equity
- Ihr mathematischer Anteil an einem Pot, basierend auf der Geldmenge im Pot und Ihren Chancen darauf. Ist der Pot 100$ gross und Ihre Gewinnchancen betragen N%, dann entspricht Ihr Equity in dem Pot $N. Ist der Pot 200$ gross, beträgt Ihr Equity 2$N.
- EV (Abk)
- => Expectation
- Expectation
- Als Expectation bezeichnet man die Profitrate (oder Verlustrate), die Sie erwarten würden, wenn es bei dem Spiel auf lange Sicht (d.h. eine grosse Anzahl von Spielen) keine Ergebnisstreuung gäbe. Ein "positive expectation player" ist einer, der aufgrund seiner Erfahrung langfristig im Durchschnitt eher gewinnen als verlieren wird.
Ein "negative expectation player" ist einer, den Sie am Tisch haben möchten.
So ziemlich allem, was numerische Ergebnisse erzeugt, können Erwartungen zugeordnet werden. Eine Situation mit positiver (negativer) Erwartung bedeutet: Nach einer ausreichend grossen varianzausgleichenden Anzahl an Spielen ist der Gewinn positiv (negativ).
Die Erwartungen eines Spielers sind keine strikte Konstante. An manchen Tischen mag ein Spieler positive Erwartungen haben, an anderen Tischen, aber auch in anderen seelischen Zuständen, werden sich die Erwartungen anders ausdrücken.
Erwartung ist eng verwand mit dem Begriff Erwartungswert (expected value = EV), einem mathematischen Konzept, dass sich am besten an dem folgenden Beispiel veranschaulichen lässt: Wenn Sie eine Chance von 50% haben, einen Pot mit 100$ zu gewinnen, beträgt Ihre Erwartung 50$, auch wenn Sie nun definitiv nicht exakt 50$ gewinnen werden. Dieses Beispiel veranschaulicht auch die Varianz.
Positive Erwartung wird manchmal als +EV abgekürzt, negative entsprechend mit -EV.
- Family Pot
- Wenn alle am Tisch etwas in den Pot einzahlen.
- Fast
- "To play fast" (schnell spielen) heisst, aggressiv zu spielen. Das Gegenteil von "playing slow" (wer hätt‘s gedacht?). (=> Speeding)
- Favorite
- Das Blatt, von dem man erwartet, dass es in einer bestimmten Situation am häufigsten gewinnen kann. Bei hold‘em ist AA stets der Pre-Flop Favourite. Wenn der Flop 775 zeigt, ist der Spieler mit 75 ein ziemlicher Favourite.
- Felt
- Die Oberfläche der meisten Pokertische besteht aus einer Art Filz, bzw. wird sie als solcher bezeichnet. Ein Spieler, dem die Chips ausgehen, wird folglicherweise als "down to the felt" (auf den Filz gekommen!) bezeichnet.
- Fifth Street
- Ein anderer Name für die River Card (die letzte der Community Cards).
- Fill Up
- Einen Full House entweder von einem Dreier oder zwei Paaren zu drawen.
- Fish
- Ein schlechter Spieler. Ein schrecklicher Spieler! Ein Spieler, der tendentiell viel Geld in den Sand setzt. Fish-ness ist natürlich relativ. (=> Provider)
- Five Card Draw
- Wahrscheinlich das bekannteste aller Pokerspiele, wenn auch es nicht mehr so oft in öffentlichen Cardrooms gespielt wird. Jeder Spieler erhält fünf Karten. Es gibt eine Einsatzrunde, nach welcher jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Karten ziehen darf (es gibt meist Hausregeln dazu, wieviele Karten gezogen werden dürfen und unter welchen Umständen). Dann folgt es eine weitere Einsatzrunde und (wenn nötig) einen Showdown.
- FL (Abk)
- Fixed Limit
- Flat Call
- Ein Flat Call oder Smooth Call ist das Mitgehen eines gegnerischen Einsatzes bzw. einer gegnerischen Erhöhung mit einer derart starken Hand, dass man mit ihr auch erhöhen könnte oder von der sogar zu erwarten sein sollte, dass man mit ihr erhöht. Ein Flat Call kann in diesem Sinne eine Form des Slowplays sein.
- Float
- Als Float bezeichnet man einen Spielzug, bei dem der Aggressor in einer Wettrunde nur gecallt wird, um in der folgenden Wettrunde, sofern der Gegner es zulässt, selbst die Initiative in der Hand zu übernehmen. Ein Float kann sehr weit gefasst sein. Der Call am Flop kann Bluff-Call, Smooth-Call oder ein Call auf Pot-Control sein. Häufig wird der Begriff im Sinne der Bedeutung als Bluff verwendet.
- Floor
- => Floorperson
- Floorman
- Eine geschlechtsspezifische Ausprägung der Floorperson.
- Floorperson
- In einem Cardroom sind die so genannten Floorpeople für das Management des aktuellen, hektischen Geschehens verantwortlich - den Spielern die Plätze zuweisen, neue Tische starten, Streit schlichten, kurzum: zur Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs. Sie werden wahrscheinlich das Wort "Floorman" oder "Floor" recht häufig zu hören bekommen.
- Flop
- Bei einigen Spielen, so etwa bei Hold‘em und Omaha, wird mit mti fünf Gemeinschaftskarten gespielt. Die ersten drei davon werden gleichzeitig ausgeteilt und "The Flop" genannt. Spiele, bei denen es einen Flop gibt, werden auch "Flopgames" genannt.
Ein Blatt zu floppen bedeutet, das Blatt aus dem Flop zu erstellen. Den Flop zu "sehen" bedeutet, noch in der Runde zu sein, wenn der Flop kommt.
- Flush
- Ein Blatt, in welchem alle fünf Karten die selbe Farbe haben. Müssen zwei Flushes miteinander verglichen werden, gewinnt das Blatt mit den höchsten (nicht gemeinschaftlichen) Karten. AK873 mit Herz ist besser als ein Flush mit AK872 Karo. Nicht viel allerdings!
- Fold
- Das Blatt aufgeben, üblicherweise, wenn jemand anders einen Einsatz getätigt hat, bei dem Sie nicht mehr mitzugehen gewillt sind. Gefoldet wird normalerweise, indem man die Karten von sich weglegt.
- Forced Bet
- = Erzwungener Einsatz. Und genau das ist es auch: Ein Einsatz, den Sie tätigen müssen, ob Sie wollen oder nicht. Meistens ein Blind Bet oder ein Bring-In.
- Four of a Kind
- Vier Karten des selben Ranges. Wird auch als Quads bezeichnet. Beispiel: Sie haben 88882 auf der Hand. Dann haben Sie Quad 8‘s.
- Fourflush
- Ein Blatt mit vier Karten der selben Farbe. Wenn keine weiteren Karten kommen (oder gezogen werden können), ist ein Fourflush einigermassen nutzlos.
- FR (Abk)
- Full Ring - Ein Spiel mit 7 oder mehr Spielern.
- Free Card
- Immer, wenn Sie eine weitere Karte erhalten können, ohne einen Einsatz callen zu müssen, handelt es sich um eine Freecard (man sagt, sie sei herumgecheckt worden). Grundsätzlich wollen Sie Freecards, wenn Sie sich verbessern müssen und Sie vermeiden sie, wenn Sie in Führung liegen.
- Freeroll
- Wenn Sie schon einen Teil des Pots sicher haben und immer noch in der Lage sind, Ihrem Gegner die Hosen auszuziehen, sagt man, dass Sie über ihre Gegner "freerollen". Bei Hold‘em kann das passieren, wenn Sie und ein anderer Spieler momentan dasselbe Blatt haben, Sie aber noch einen Draw auf eine mögliche bessere Hand erhalten. Schlimmstenfalls kommt es also zum Unentschieden, gleichzeitig haben Sie aber die Chance darauf, den ganzen Pot einzustecken und Ihrem Gegenüber gar nichts zu überlassen. Beispiel: Sie halten AhKh und der Flop ergibt As6h4h, haben Sie einen Freeroll auf den Spieler mit AdKd. Nun, wo Sie beide im Moment das selbe Blatt haben, können Sie evtl. noch den anderen besiegen, während ihm das nicht mehr möglich ist.
Freeroll Turniere sind Turniere, bei denen es keine Startgebühr oder irgendwelche zwangmässigen Buy-Ins am Anfang gibt. Solche Freeroll-Turniere werden normalerweise als Werbeaktion von Pokerrooms ausgerichtet, die gerne mehr Spieler anziehen würden. Manchmal müssen die Spieler dann aber mehrere Stunden im Cardroom verbringen oder andere Anforderungen erfüllen, um sich zu qualifizieren.
- Freezeout
- Jede Art von Turnier, bei dem sie keine Credits nachkaufen können. Ein Freezeout ist ein gutes Format für Heads-up pot-limit oder No-Limit-Spiele, da die Einsatzmenge vorher festgelegt werden kann und die Spieler Chips beliebigen Werts benutzen können.
- Full House
- Ein Blatt, welches aus drei Karten eines Ranges und zwei Karten eines anderes Ranges besteht. AAA33 ist "aces full of threes". "To fill up" bedeutet, nach einem Full House zu ziehen. Wird auch Boat genannt.
- Fundamental Theorem of Poker
- Der bedeutende amerikanische Pokerspieler, -theoretiker und -buchautor David Sklansky stellt in seinem Buch The Theory of Poker den seiner Meinung nach wichtigsten Lehrsatz für das Pokerspiel auf, sein Fundamental Theorem of Poker (FToP):
«Jedes Mal, wenn man seine Hand in einer anderen Weise spielt, als man sie spielen würde, könnte man die Karten der Gegner sehen, profitieren die Gegner; und jedes Mal, wenn man seine Hand in der gleiche Weise spielt, wie man sie auch spielen würde, kennte man die Karten der Gegner, profitiert man selbst.»
Die Konsequenz aus diesem Grundsatz lautet, dass man dann Gewinn macht, wenn man seine Gegner dazu bringt, einen Fehler zu machen. Wären einem Spieler die Karten seiner Gegner bekannt, gäbe es mindestens einen korrekten Spielzug, der den maximalen Erwartungswert, den maximalen Gewinn oder minimalen Verlust, einbringt. Sobald ein Spieler von diesem korrektem Spielzug abweicht, begeht er einen Fehler im Sinne des fundamentalen Theorems des Pokerns, der dazu führt, dass er nicht den maximalen Erwartungswert aus der Hand erzielt und damit gemäss dem Grundsatz, dass im Pokern auch nicht gemachte Verluste Gewinne sind und nicht gemachte Gewinn Verluste, einen Verlust erzielt.
- Grind
- To grind bedeutet, auf einem gegebenen Limit ohne grosses Risiko konsistent über lange Zeit Gewinne einzufahren. Ein Grinder oder auch Rounder ist ein Spieler, der ein Limit konsequent und ausdauernd schlägt, damit auch einen Teil seines Lebensunterhaltes verdient, obwohl er durchaus in der Lage wäre, höhere Limits zu spielen, die jedoch mit einem höheren Risiko verbunden sind. Er spielt unter seinen Möglichkeiten.
In einer zweiten Bedeutung ist Grinden das erneute Hochspielen der Bankroll, nachdem ein Spieler einen schweren finanziellen Absturz erlitten hat und nicht mehr auf seinen angestammten Limit spielen kann. Man sagt: Ein Spieler grindet sich durch die Limits.
- Gut shot
- Ein insight straight draw.
- H.O.R.S.E.
- H.O.R.S.E. ist eine Spielvariante, in der sich verschiedene Pokervarianten nacheinander ablösen. Es wird also nicht etwa nur Texas Hold‘em gespielt, sondern nach einer gewissen Zeit oder Anzahl an gespielten Händen ändert sich die gespielte Pokervariante, in diesem Fall wird anschliessend mit Omaha Hi/Lo fortgefahren.
Bei H.O.R.S.E. wechseln sich folgenden Spielarten ab:
H old‘em
O maha Hi/Lo
R azz
S even Card Stud
E ight or better (Seven Card Stud HI/LO)
- Hand
- Als Blatt (oder englisch "Hand") wird alles bezeichnet, was zwischen zwei Kartenmischvorgängen geschieht - Karten werden ausgegeben, es werden die Einsätze gemacht, ein Winner wird gefunden, der Pot wird gepusht.
"To play a hand" heisst manchmal, dass man die Karten zugeteilt bekommt, manchmal auch, wenigstens den Anfangseinsatz zu callen. Die Definition ergibt sich daher aus dem Kontext.
Als Blatt wird natürlich auch das bezeichnet, wass Sie auf der Hand halten - Ihre Karten. In Spielen mit mehr als 5 Karten (z.B. Seven Card Stud oder Texas hold‘em), sind Ihre fünf besten Karten gemeint.
- Heads-Up
- Spiel zwischen nur zwei Spielern.
- Hero
- Es ist gebräuchlich, in der Darstellung von Pokerhänden den aktiven Spieler, an dessen Seite man als Betrachter steht, als Hero (Held) zu bezeichnen. Er ist im weitesten Sinne derjenige, der die Hand spielt und von ihr berichtet. Im Gegensatz dazu bezeichnet man den Gegenspieler als Villain, als Schurke.
- High
- Die "High Hand" ist ganz einfach das beste Blatt. Bei einem High-Low Split Game sagt man über denjenigen Spieler, der die beste Hand hat, "he wins the high", während der andere "the low" gewinnt.
- High-Low Split
- Bei Hi-Low Split-Spielen geht die Hälfte des Pots an das beste Blatt ("the high") und die andere Hälfte an das schlechteste. Die Kriterien, welches denn nun das schlechteste Blatt sei, sind unterschiedlich (=> low).
Split-Games werden oft auch mit einem Qualifier gespielt, bei dem etwa die Low-Hand 8 oder besser sein muss. Das heisst, dass die Low Hand fünf ungepaarte Karten über 8 oder weniger beinhalten muss. Omaha und Seven Card Stud sind die populärsten High-Low Split-Games.
Wenn ein Spieler den High-Pot gewinnt und zwei weitere Spieler ein Unentschieden über den Low-Pot haben, erhält der High-Winner die Hälfte des Gesamtpots, während die Unentschiedenen sich ihre Hälfte untereinander gleichmässig aufteilen müssen.
- Hit
- Den Flop zu "hitten" (oder zu "missen") bedeutet, etwas für den Flop passendes (oder nicht passendes) in irgeneiner Weise auf der Hand zu haben, üblicherweise mit den gefloppten Karten ein Paar bilden. Man kann auch bei einem Draw "hitten" oder "missen", je nachdem, ob die Karten, nach denen Sie gezogen haben, auch aufgetaucht sind. Spieler, deren Bluffs gecallt werden wenn sie ihre Draws auf dem River "missen", nörgeln oft mit den Worten "I missed", so als ob sie klar stellen wollen, dass sie nicht völlig schwachsinnig gesetzt hätten.
- Hit and Run
- Ein Spieler, der den Tisch wieder verlässt, kurz nachdem er einen grossen Pot abgeräumt hat, wird als "Hit and Run"-Spieler bezeichnet, vor allem, wenn er auch nur eine relativ kurze Zeit am Spieltisch verbracht hat. Man impliziert damit, dass er wohl länger am Tisch sitzen geblieben wäre, wenn er den Pot nicht gewonnen hätte.
- Hole
- Ihre ersten zwei verdeckten Karten bei Seven Card Stud. Wenn es sich bei diesen beiden um Buben handelt, haben Sie ein Paar Buben "in the hole". (=> Pocket)
- Horsing
- Ein anderes Wort für Scooting - einem anderen Spieler einen kleinerern Geldbetrag herüberzuschieben, nachdem man einen Pot gewonnen hat.
- HOSE
- HOSE ist eine Spielvariante, in der sich verschiedene Pokervarianten nacheinander ablösen. Es wird also nicht etwa nur Texas Hold‘em gespielt, sondern nach einer gewissen Zeit oder Anzahl an gespielten Händen ändert sich die gespielte Pokervariante, in diesem Fall wird anschliessend mit Omaha Hi/Lo fortgefahren.
Bei HOSE wechseln sich folgenden Spielarten ab:
H old‘em
O maha Hi/Lo
S even Card Stud
E ight or better (Seven Card Stud HI/LO)
- House
- Der Laden, in dem Sie spielen, mit seinen Managern, Besitzern usw. wird als House bezeichnet. Das Haus nimmt Geld aus dem Pot, hat seine individuellen Regeln und wenn einer hereinspaziert, sagen Sie vielleicht "He‘s in the house!". Wenn Sie so wollen. (=> Full House)
- HU (Abk)
- => Heads-up - Ein Spiel mit 2 Spielern.
- ICM (Abk)
- Independent Chip Model - Mathematisches System für das Spiel bei hohen Blinds in einem Turnier.
- Implied Odds
- Implied odds sind das gleiche wie Pot Odds, abgesehen davon, dass sie sich noch nicht im Pot befinden. Im Extremfall - wir nehmen an, Sie sind der erste, der Callen oder Betten kann, und Sie wissen mit Sicherheit, dass die acht Spieler nach Ihnen callen werden (und nicht raisen), haben sie grosse Implied Odds. Genau ist es, wenn Sie wissen, dass mehrere Spieler in der Runde Ihnen auszahlen werden, wenn Sie einen Flush bringen, dann können Sie so tun, als ob der Pot grösser sei. Allgemein sind Implied Odds ein Bezug auf Gewinnchancen, bei denen ein bisschen geschätzt werden muss.
- In the Air
- Traditionell beginnt ein Pokerturnier damit, dass der Chef der Turnieraufsicht (oder wer auch immer das ganze betreibt), den Dealern die Anweisung gibt, die Karten "in the air" zu bewegen. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie die Karten austeilen sollen.
- Inside Straight (Draw)
- Ein Inside Straight Draw ist ein Draw auf einen Straight, bei dem eine der Karten in der Mitte fehlt (anstelle von einer am Ende). 4578 wäre etwa ein Inside Straight, 4567 ein Outside Straight. Wird auch One-Gapper oder Gutshot genannt.
- Insurance
- Wenn Sie mit hohen Einsätzen spielen, kann leicht die Situation eintreten, dass Sie das Gefühl bekommen, zu viel in den Pot geworfen zu habem. Um die Abweichungen zu verringern, schliessen die Spieler manchmal Versicherungen gegen unglückliche Ergebnisse ab, was im Wesentlichen bedeutet, dass sie das tatsächliche Ergebnis einer Runde für seinen mathematischen Gegenwert verkaufen (leicht diskontiert).
- IP (Abk)
- In Position - Ein Spieler ist in Position, wenn er in einer Bietrunde nach seinen Gegnern agiert.
- Isolieren
- Das Isolieren eines Spielers durch einen anderen zielt darauf ab, sämtliche anderen Beteiligten durch eine Erhöhung aus der Hand zu vertreiben, sodass man gegen diesen einen Gegner allein spielt, ihn Heads Up bekommt. Das Isolieren wird zum Beispiel angewandt, um einen schwachen Spieler schon frühzeitig in der Hand für sich allein im Pot zu haben, ohne störende Dritte, oder um einen Positionsvorteil, den man gegenüber dem Gegner hat, zu festigen, indem man die nach einem noch agierenden Spieler, die den Vorteil zunichte machen könnten, aus der Hand drängt.
- It
- Mit "It" (es) wird in aller Regel der höchste Betrag bezeichnet, den bisher jemand in der Runde zu setzen gewagt hat. Eröffnet jemand mit 5$ und jemand anders raist um 10$, "machen sie‘s 15$". Abgesehen von all-in-Spielern muss ein Spieler "es" auf den Tisch legen, damit er in die nächste Runde gehen kann. "It" kann auch den Betrag bezeichnen, der gecallt werden muss. Wenn also jemand 5$ setzt und zwei andere Spieler jeweils um 5$ in derselben Einsatzrunde raisen, fragen sie vielleicht: "What‘s it to me?". Die richtige Antwort in diesem Fall: "Besser aufpassen!"
- ITM (Abk)
- In the money - Ein Spieler ist in einem Turnier ITM, wenn er auf jeden Fall Geld gewinnt, da schon genügend Spieler ausgeschieden sind und die Geldplätze erreicht wurden.
- Jackpot
- Wann ist ein Bad Beat nicht so "bad"? Natürlich dann, wenn Sie Jackpot-Poker spielen. Eine Vielzahl von Cardrooms bieten Ihnen Jackpots in verschiedenen Grössen für besonders schlechte Beats. Die Regeln variieren in gewisser Weiser, aber in der Regel benötigen Sie Aces Full oder besser. Bei Hold‘em müssen beide Spieler oftmals beide ihrer Pocketcards benutzen. Bei anderen Regeln und Formalitäten ist es lohnenswert, vor dem Spielen des ersten Blattes herauszufinden, was Ihren Jackpot entwerten könnte. Üblicherweise erhält der "Verlierer" den Löwenanteil (z.B. 50%), der Gewinner des Blatts den nächstgrösssten Anteil (z.B. 25%) und oftmals wird der restliche Jackpot unter den übrigen Spielern verteilt. Der Jackpot selbst wird normalerweise von einem Jackpot Drop aus jedem Blatt zusammengestellt, gelgentlich auch aus dem gesamten Small Blind. Jackpots für Low-Limit-Games befinden sich oft im Bereich zehntausender von Dollars und können stark anschwellen, wenn eine Weile lang niemand gewinnt.
Die Meinungen über Jackpot-Poker sind geteilt. Manche Spieler regen sich über all die Bad Beats auf, die sie bei den Blättern wilder Spieler bekommen, die nach jeder noch so kleinen Möglichkeit auf einen Jackpot auf der Jagd sind und ärgern sich über das zusätzliche Geld, das aus jedem Pot entwendet wird. Auf der anderen Seite aber ist Jackpotpoker bei vielen Spielern sehr beliebt.
Poker Jackpots werden ab und zu in den verschiedenen Spielstätten mal geächtet, mal wieder eingeführt. Informieren Sie sich dazu bitte vor Ort.
- Jam
- Das Maximale zu setzen oder zu raisen, insbesondere bei no-limit, wird als Jam bezeichnet.
- Joker
- Der Joker ist eine zusätzliche Karte im Deck, welche in einigen Spielen benutzt wird. Die Joker werden üblicherweise nicht bei "ernsthaften" Pokerspielen benutzt, aber wenn dies doch der Fall ist, werden Sie als "wild card" verwendet. (=> Bug)
- Kansas City
- Kansas City, auch als Kansas City Lowball bezeichnet, ist ein Low-Only gespieltes Spiel, das für ein Deuce bis Seven Low gespielt wird.
- Kicker
- Die höchste, ungepaarte Karte auf Ihrer Hand, die kein Teil eines Straight oder Flush ist - d.h., die Karte, nur durch sich selbst zu der Stärke Ihres Blattes beiträgt. Beispiel: Sie halten AA743 - dann haben Sie ein Paar Asse mit einem Kicker von 7. Blätter mit fünf Karten - Straights, Flushs und Full Houses - haben per se keinen Kicker. In Spielen mit Gemeinschaftskarten sind Kicker besonders wichtig, da es für die Spieler leicht passieren kann, die gleichen Blätter zu haben. Beispiel: Sie halten A8 und jemand anders A7. Der Flop zeigt AK642. Dann haben Sie ihren Gegner aus dem Spiel "gekickt".
- Kill
- Ein "Kill"-Spiel ist eines, in dem ein Spieler einen Extraeinsatz tätigen kann, wodurch sich die Einsatzlimits für nur dieses Blatt erhöhen. Der Spieler, der den Einsatz tätigt, ist der "Killer", und die Runde wird als "Kill pot" bezeichnet. Man sagt, der Spieler habe den Pot für den zu errichtenden Betrag "gekillt". Die genauen Regeln hängen von den örtlichen Regeln und dem jeweiligen Spiel ab.
- LAG (Abk)
- Loose-Aggressive - Ein Spieler ist ein LAG, wenn er viele Hände spielt und diese aggressiv spielt.
- Laydown
- Ein Laydown ist schlicht das Ablegen der eigenen Karten und das Aussteigen aus der aktuellen Spielrunde.
- Leak
- Siegreiche Pokerspieler verlieren gerne mal Teile ihrer Gewinne oder auch alles aufgrund ihrer allgemeinen Wettgewohnheiten (z.B. bei Sportwetten, Craps oder Golf). Diese Leute werden häufig als "Leaks" ("undicht") bezeichnet.
- LH (Abk)
- Longhand - Ein Spiel mit 7 oder mehr Spielern. (=> FR)
- Limit (Limit Poker)
- Als Limitpoker werden alle Spiele bezeichnet, bei denen es ein festes Limit gibt, wieviel Sie in jeder Runde setzen oder raisen können. Limitgames bieten üblicherweise entweder Einsätze in fixen Grössen für die verschiedenen Einsatzrunden oder Einsatzspannen, bei denen es einen Minimum- und Maximumeinsatz für jede Runde gibt. Beispiel: Bei einem 5-10-Hold‘em Spiel müssen normalerweise 5$ in der ersten Runde gesetzt und geraist werden, während in der zweiten und dritten Runde dieser Betrag bei 10$ liegt.
Spiele werden häufig in Low-Limit, Medium-Limit und High-Limit unterteilt. Typische Low-Limit-Spiele sind 2-4, 3-6 und 5-10. Medium Limits sind 10-20, 20-40 und 30-60. High Limits sind 50-100 und mehr.
Allgemeiner ausgedrückt: Das Wort Limit bezeichnet den maximalen Einsatz zu einem gegebenen Sachverhalt, sei es das Pot-Limit, Spread-Limit usw. (=> Structure)
- Limp
- In Spielen mit Blinds als Zwangseinsätzen limpt ein Spieler, wenn er in der ersten Wettrunde nur den Betrag des Big Blinds mitgeht, um im Spiel zu bleiben. Er callt den Big Blind, erhöht aber nicht. (=> Flat Call)
- Live
- Ein "Live Spieler" oder "a live one" ist einer, von dem man erwartet, dass er sein Geld relativ schnell verspielen wird. Spieler, die von einem der Floorpeople verlangen, einen freien Platz am Tisch zu besetzen, verlangen oft nach einem "live one".
- Live Blind
- Ein Blind Bet ist ein Live Blind, bei dem der Spieler Raisen darf, selbst wenn niemand sonst zuvor geraist hat. (=> Straddle)
- Live Card
- Eine Live Card ist eine Karte, die noch nicht gesehen wurde. Z.B. wird bei 7 Card Stud ein Spieler mit einem Draw zu einem Flush sich darum kümmern, wie viele der übrigen, passenden Karten noch "live" sind (d.h., die noch nicht in den Blättern der anderen Spieler gesehen wurden).
- Live Hand
- Ein Live Blatt ist ein Blatt, mit dem es noch durchaus möglich ist, den Pot zu gewinnen (d.h. eines, das noch nicht verpfuscht oder sonstwie unbrauchbar gemacht worden ist). Bei 7 Card Stud wird ein Blatt "live" genannt, wenn viele der Karten, die es noch verbessern könnten, noch nicht berücksichtigt worden sind.
- Live Straddle
- In Spielen mit Blinds als Zwangseinsätzen ist ein Straddle ein zusätzlicher Blind, der freiwillig vom Spieler direkt links vom Big Blind bezahlt wird, bevor die Karten geteilt werden. Er beträgt mindestens das Zweifache des Big Blinds.
Der Spieler, der den Straddle bezahlt, gilt in der ersten Wettrunde als neuer Big Blind und kann daher die Wettrunde abschliessen. Er erlangt dadurch eine kleine Verbesserung der Position in der ersten Wettrunde, da seine Gegner vor ihm agieren müssen. Ein Straddle zählt als Blind und nicht als Gebot, sodass der Spieler auch noch erhöhen kann, wenn alle Gegner den Straddle-Betrag nur mitgegangen sind.
Straddles werden dazu verwandt, um die Einsätze in einer Runde zu erhöhen und mehr Action und mehr Geld ins Spiel zu bringen.
- Lock
- Ein Lock ist ein Blatt, mit dem der Spieler garantiert einen Teil des Pots gewinnen wird. In einem High-Low Split-Game etwa nennt man die bestmögliche Lowhand einen "Lock Low". (=> Nuts)
- Longball
- Longball zu spielen heisst, mit wenigen guten Händen um wenige grosse Pötte zu spielen, statt mit vielen, auch marginalen, Händen um viele kleine Pötte, was Smallball genannt wird. Der Longball-Spieler wartet auf eine gute Hand und spielt sie aggressiv, wobei er bemüht ist, den Pot frühzeitig anwachsen zu lassen.
- Loose
- "Loose" zu spielen bedeutet nichts anderes, als mehr Blätter zu spielen und länger an ihnen festzuhalten. Ein "loose table" ist ein Tisch, welcher von "loose players" sozusagen dominiert wird. "Loose" muss nicht immer schlecht sein - exzessiv enges Spiel kann genauso teuer werden, vor allem in höheren Spielstufen. "Looseness" sollte nicht mit Aggressivität verwechselt werden. Ein "loose" Call ist ein nicht empfehlenswerter oder gar inkorrekter Call.
- Low
- In den meisten Pokerspielen gewinnt das beste Blatt. In den meisten, ja - aber nicht in allen! In einigen Spielen gewinnt nämlich das schlechteste Blatt einen Teil oder sogar den gesamten Pot. Draw Lowball und Razz sind nur zwei Beispiele für Spiele, die auf "low" gespielt werden. Omaha und Seven Card Stud werden gerne auch mal in high-low Splitvarianten gespielt, bei denen das schlechteste Blatt die Hälfte des Pots gewinnt. Es gibt zwei Möglichkeiten, die niedrige Hand zu bewerten. Bei "deuce to seven"-Spielen ist die beste Low-Hand einfach die schlechteste High-Hand. Das ist ja einfach: Das bestmögliche Low ist 75432, vorausgesetzt, es gibt keinen Flush. Bei "Ace to five"-Spielen zählen Straights und Flushes nicht und Asse sind niedriger als 2er. Damit wäre die bestmögliche Lowhand das Blatt A2345 - ein Wheel.
- Lowball
- Lowball oder Low-Poker dient als Sammelbegriff für verschiedene Pokervarianten, denen gemein ist, dass in ihnen die schlechteste Hand mit den niedrigsten Karten gewinnt.
Beispiele hierfür sind:
Deuce to Seven Triple Draw, Ace to Five Triple Draw, Razz
- LP (Abk)
- Late Position - Die späten Positionen am Pokertisch.
- M
- Magriel‘s M ist ein zentraler Begriff in der Turnier-Strategie. Es gibt das Verhältnis des eigenen Stacks zu den Antes und Blinds wieder, die in einer Runde insgesamt gebracht werden. Damit ergibt sich ein grober Blick darauf, wie viele Hände bzw. Runden ein Spieler mit seinem Stack noch "überleben" kann, bevor er All-In ist, wenn er keine Hand spielen würde.
M = Stack des Spielers : (Ante * Spieler am Tisch + Blinds)
- Main pot
- Wer jetzt an das Hessische Pendant zum Ruhrpott denkt, liegt etwas daneben! Es sieht nämlich eher so aus:
Wenn ein Spieler bei einem Spiel all-in geht, kann er nur den Main Pot (Hauptpot) gewinnen. Dieser besteht aus den Einsätzen, mit denen die Spieler gleichziehen konnten. Um die weitere Einsätze, platziert in einem Nebenpot, spielen die übrigen Teilnehmer.
- Make
- "To make a hand" (ein Blatt machen) bedeutet, ein ordentliches Blatt zusammenzustellen, mit dem man eine Chance auf den Pot haben könnte.
- Maniac
- Als Maniac wird ein Spieler bezeichnet, welcher äusserst unzusammenhängend und aggressiv spielt und oftmals mit völlig unerwarteten Beträgen raist. Ein Maniac am Tisch, sagen die Statistiker, erhöht die Varianz, also die Streuung der Ergebnisse, beträchtlich.
- Middle Pair
- Wenn drei Karten verschiedener Ränge beim Flop im Spiel Hold‘em auf dem Tisch liegen und Sie mit der Mittleren ein Paar bilden können, besitzen Sie das Middle Pair!
- Miss
- Den Flop zu "hitten" (oder zu "missen") bedeutet, etwas für den Flop passendes (oder nicht passendes) in irgeneiner Weise auf der Hand zu haben, üblicherweise mit den gefloppten Karten ein Paar bilden. Man kann auch bei einem Draw "hitten" oder "missen", je nachdem, ob die Karten, nach denen Sie gezogen haben, auch aufgetaucht sind. Spieler, deren Bluffs gecallt werden wenn sie ihre Draws auf dem River "missen", nörgeln oft mit den Worten "I missed", so als ob sie klar stellen wollen, dass sie nicht völlig schwachsinnig gesetzt hätten.
- Monster
- Ein extrem starkes Blatt, bei dem es fast sicher ist, dass es den Pot gewinnt.
- Morton's Theorem
- Das nach Andy Morton benannte Theorem besagt, dass der Erwartungswert eines Spielers in einem Multiway-Pot steigt, wenn ein Gegner eine korrekte Entscheidung trifft. Dem fundamentalen Theorem des Pokers von David Sklansky nach würde genau das Gegenteil zutreffen, nämlich dass sich der Erwartungswert eines Spieler erhöht, wenn sein Gegner einen Fehler begeht.
- MP (Abk)
- => Middle Position - Die mittleren Positionen am Pokertisch.
- MTT (Abk)
- Multi Table Tournament - Ein Turnier, das zu Beginn von einer grösseren Anzahl Spieler an mehreren Tischen gleichzeitig ausgetragen wird.
- Muck
- Ein Haufen abgelegter Karten vor dem Croupier oder die Handlung, Karten diesem Haufen hinzuzufügen (und sie somit aus dem Spiel zu legen).
- Multiway Pot
- Man spricht von einem Multiway-Pot, wenn in einer Hand mehr als drei Spieler involviert sind.
- Nit
- Ein Nit ist ein tight-passiver Spieler, Rock oder weak-tight, der grossen Pötten aus dem Weg geht und zu häufig vom Worst-Case-Scenario ausgeht, wenn er eine Entscheidung trifft.
- NL (Abk)
- => No-Limit
- No-Limit
- Wie Sie wohl schon erraten haben, handelt es sich hierbei um ein Spiel, bei dem es keine Begrenzungen für die Bets und Raises gibt. Beachten Sie aber, dass die Spieler bei Stake-Games weiterhin an den Betrag gebunden sind, den sie vor sich liegen haben.
- Nuts (or Nut -)
- Die "Nuts" ist das bestmögliche Blatt. Am meisten Sinn ergibt dass bei Flopspielen wie Hold‘em, bei denen die Gemeinschaftskarten so ziemlich für jeden die gleiche "Nuts" determinieren. Eine Ausnahme findet sich, wenn durch Ihre Holecards ein besseres Blatt unmöglich gemacht wurde. Bei einem Board von AAK52 wäre die Nuts für den Betrachter AA, jedoch würde tatsächlich ein Spieler mit AK die Nuts halten (unter der Annahme, dass die 2 und die 5 eine andere Farbe hätten, als eines der Asse).
- Odds
- Das Verhältnis zwischen Wahrscheinlichkeiten, für gewöhnlich zwischen der Wahrscheinlichkeit, das Blatt zu gewinnen gegen die Wahrscheinlichkeit, es nicht zu gewinnen. Haben sie also eine Wahrscheinlichkeit von 25%, das richtige Blatt zu bekommen, stehen die Chancen 1 zu 3 für Sie. Bei Poker wird dies besonders relevant wenn man Pot Odds betrachtet.
- Off-suit
- "Nicht von der gleichen Farbe", vor allem, wenn man von Hole Cards spricht. Oft auch einfach zu "off" abgekürzt.
- Omaha
- Omaha ist ein Flopgame, das an Hold‘em erinnert, jedoch zwei wichtige Unterschiede aufweist. Erstens erhält jeder Spieler vier Karten anstatt nur eine. Zweitens muss ein Blatt aus genau 2 Pocketcards (aus diesen vier) und dreien vom Tisch gebildet werden. Das bedeutet, wenn Sie vier Karten mit gleicher Farbe erhalten, brauchen Sie immer noch zwei, um einen Flush zu erhalten. Und wenn Sie vier Asse auf der Hand halten, haben Sie eigentlich nur zwei und geringe Möglichkeiten, das Blatt zu verbessern. Die High-Low-Variante von Omaha mit einem 8 or Better-Qualifier für Low ist besonders beliebt.
- Omaha8 / Omaha Hi/Lo
- Der Ausdruck "Omaha8" ist eine Abkürzung für Omaha High-Low Split mit einem 8 or better Qualifier für Low. Sehr beliebt!
- One-Gap
- => Inside Straight
- OOP (Abk)
- Out of Position - Ein Spieler ist OOP, wenn er in einer Bietrunde vor seinen Gegnern agieren muss.
- Open
- Zu eröffnen oder die Einsätze zu eröffnen bedeutet lediglich, den ersten Einsatz einer Runde zu tätigen.
- Open Pair
- Ein offenes Paar bei Seven Card Stud ist ein entblösstes Paar - eines unter Ihren Upcards.
- Open Raise
- Wird die Hand in der ersten Wettrunde mit einer Erhöhung, einem Raise, eröffnet, nennt man das ein Openraise. Folden z.B. in einer Texas Hold‘em Hand alle Gegner zum Spieler in der Cutoff-Position und erhöht dieser, anstatt nur den Betrag des Big Blinds mitzugehen, dann openraist er, da kein Spieler vor ihm in die Hand eingestiegen ist.
- Open-Ended Straight (Draw)
- Ein Straight Draw wird als "open-ended" bezeichnet, wenn er aus vier aufeinanderfolgenden Karten besteht (von denen keine ein Ass ist). Der Straight kann von beiden Seiten vollendet werden. (=> Double Belly Buster und Inside Straight)
- Open-Ender
- => Open-Ended Straight Draw
- Option
- Wenn ein Spieler einen Live Blind postet, erhält dieser die Option, zu raisen, wenn er wieder an der Reihe ist, selbst wenn niemand sonst in der Zeit geraist hat. Der Croupier wird typischerweise etwas wie "your option" zu Ihnen sagen, um Sie daran zu errinnern. (=> Straddle)
- Out
- Ein Out ist eine Karte, mit der Ihr Blatt sich verbessert, üblicherweise eine, von der Sie denken, dass Sie durch diese das Spiel gewinnen könnten. Bei Hold‘em hat ein Open-Ended Straight Draw acht Outs (die vier Karten jedes Ranges, mit denen der Straight vervollständigt werden kann). Es können aber auch nur sechs sein, wenn zwei gleichfarbige Karten auf dem Tisch liegen und jemand nach dem Flush zieht.
- Out Button
- Der Button, welcher vor einen Spieler gelegt wird, der bereits aus dem Spiel ist, den Tisch aber noch nicht verlassen hat.
- Outdraw / Outrun
- Ein besseres Blatt als des Gegners mit den gezogenen Karten zu erhalten wird als "Outdraw" bezeichnet.
- Outs
- Draws sind unfertige Hände, die an sich noch nicht gewinnen können, sich aber im weiteren Spielverlauf, sofern günstige Karten geteilt werden, zu einer gemachten Hand entwickeln und somit das Spiel für sich entscheiden können. Die günstigen Karten, die einen Draw zu einer gemachten Hand werden lassen, nennt man Outs, in freier Übersetzung: Karten, die noch draussen (im Kartendeck) sind.
- Over Button
- In einigen Spielen können die Teilnehmer Buttons übernehmen (take over), mit denen angezeigt wird, dass sie bei höheren Limits zu spielen gewillt sind. Immer dann, wenn nur noch Spieler mit Over-Button am Tisch übrig sind, wird das Limit erhöht.
- Overbet
- Das Überbieten des Pots, also das Setzen eines Betrages, der grösser als der aktuelle Pot ist, wird als Overbet bezeichnet.
- Overcall
- Ein Spieler overcallt, wenn er in einer Situation einen Einsatz hält, den schon ein Gegner vor ihm mitgegangen ist. Er callt, nachdem schon ein Spieler vor ihm gecallt hat. Da der overcallende Spieler nicht nur den Gegner besiegen muss, der gesetzt hat, sondern auch den, der gecallt hat, bedeutet das, dass er entweder besserer Pot Odds oder einer besseren Hand bedarf, als in dem Fall, dass er der einzige ist, der den Einsatz mitgeht.
- Overcard
- Bei Flopgames ist dieses eine Karte, die höher ist, als die höchste auf dem Tisch. Halten Sie z.B. AJ und der Flop zeigt J92, haben Sie das Top Pair mit einer Overcard. Zeigt der Flop T92, haben Sie nur zwei Overcards.
- Overpair
- Bei Flopspielen ist dies ein Pocketpair, das höher ist, als die höchsten Karten beim Flop. Wenn Sie AA halten und der Flop K62 zeigt, haben Sie ein hübsches Overpärchen.
- Overset
- In Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten hält ein Spieler ein Set, wenn er einen Drilling, bestehend aus zwei seiner Karten und einer Gemeinschaftskarte, hält. Ein Spieler hält ein Overset, wenn ein anderer Spieler in der gleichen Hand ein schlechteres, kleineres Set hält.
- Paint
- Bube, König oder Dame (d.h. eine Karte mit einem Bild darauf).
- Pair
- Zwei Karten des selben Ranges. Wenn Sie z.B. AAKJ3 auf der Hand halten, verfügen Sie über ein Paar. (=> Top pair, middle pair, bottom pair und two pair)
- Pass
- Passen ist dasselbe wie folden.
- Passive
- "Passiv" ist eine durch relative Abneigung gegenüber Einsätzen und Mitgehen gekennzeichnete Spielweise. Das ist nicht mit "tight" zu verwechseln. So wird etwa ein normaler loose-passive-Spieler stets mit allem Möglichen callen, jedoch nur dann auch raisen, wenn seine Hand besonders stark ist (=> Calling station). Ein "passiver" Tisch ist einer mit vielen passiven Spielern, bei dem z.B. nur wenige Blätter vor dem Flop geraist werden.
- Pat
- Bei Drawgames wird als Pathand ein Blatt bezeichnet, zu dessen Verbesserung Sie keine Karten mehr ziehen können.
- Pay Off
- Bei dem Call eines Spielers mitzugehen, bei dem Sie einigermassen sicher sind, dass Sie verlieren werden. Sie sollten einen wirklich guten Grund haben dass zu tun (z.B. heftiges Mitleid - aber auch, um herauszufinden, ob die anderen noch bluffen usw.)! Schwache Spieler führen häufiger einen Payoff durch als starke.
- Perfect
- Wenn es für Sie nur eine einzige Möglichkeit gibt, das Blatt zu gewinnen, benötigen Sie "perfekte Karten". Meistens meint man dann zwei Karten. Halten Sie 8JQ, benötigen Sie zwei perfect cards für einen Straight. "To catch perfect" bedeutet, die perfekten Karten zu erwischen.
- PFR (Abk)
- Der PFR (für Preflop Raise) gibt an, wie häufig ein Spieler in der ersten Bietrunde erhöht. Ein PFR von 10% gibt z.B. an, dass der Spieler 10% seiner Hände, also im Durchschnitt jede zehnte Hand erhöht.
- PFR (Abk)
- => Preflop Raise - Eine Erhöhung vor dem Flop oder auch ein Mass dafür, wie häufig ein Spieler vor dem Flop erhöht.
- Pineapple
- Jede Hold‘em-Variante, bei der jeder Spieler drei Karten erhält, von denen er eine zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeben muss (üblicherweise vor oder nach den Pre-Flop-Einätzen, oder nach der zweiten Einsatzrunde).
- Play
- Beim Poker "spielt" (play), wer nach der ersten Einsatzrunde noch dabei ist. Bei seven card stud bedeutet das normalerweise, den Bring-In zu callen, während man bei Hold‘em den Bigblind callen muss, um "zu spielen". Wenn Ihnen jemand erzählt, dass er seit Stunden nicht "gespielt" hat, heisst das also nicht, dass er herumgelaufen wäre, sondern dass seine Karten zu mies waren und er sich nicht getraut hat, zu spielen. Ermutigen Sie diesen Angsthasen bloss nicht.
"To make a play" oder "(jemandem) ein Spiel aufdrücken" bedeutet, sich inkonsistent zu seinen Karten zu verhalten und so die Gegner in eine Falle zu locken. Dies wird oft als "aus dem Pot bluffen" bezeichnet, kann aber auch dazu führen, dass sie callen, während Sie ein starkes Blatt halten - oder allgemeiner gesprochen: Alles, was dazu dient, das Verhalten der anderen zu beeinflussen.
- Play Back (at)
- "To play back at someone" (gegen jemanden zurückzuspielen) bedeutet, eines Gegners Eröffnungseinsatz zu raisen.
- Play the Board
- Wenn bei Hold‘em Ihr bestes fünf Karten-Blatt die fünf Gemeinschaftskarten verwendet, "spielen Sie den Tisch" (play the board). Das beste, was Sie in diesem Fall tun können ist, den Pot mit jedermann zu teilen, der callt. Nichtsdestotrotz kann setzen eine gute Idee sein, wenn Sie das Gefühl haben, dass auch sonst niemand etwas besseres zusammen bekommt. Beispiel: Das Board zeigt ThJhQdKdAd, dann müsste jemand zwei Karo (d=Diamonds) besitzen, um nicht das Board zu spielen.
- Pocket
- Die zwei Karten, die Ihnen bei Hold‘em oder Seven Card Stud verdeckt ausgeteilt werden, bezeichnet man als Pocket Cards (eher Hold‘em) oder Hole Cards (eher bei Stud). (=> Pocket Pair)
- Pocket Pair
- Zwei Pocketcards des selben Ranges.
- Poker
- Poker ist nicht nur ein Kartenspiel - es gibt viele verschiedene Varianten davon. Auch wenn die gängigen Definitionen niemanden wirklich befriedigen, teilen sich die meisten Pokergames eine Reihe von Merkmalen, vor Allem die Einsatzfolge pro Runde und die Rangfolge der Blätter. Poker wird meistens in so genannten Cardrooms (oft innerhalb Casinos) und in Privathäusern (in vielen Ländern illegal) gespielt. Die Cardroom-Spiele teilen sich in Studgames, Drawgames und Flopgames auf. Bei Homegames kann einem alles unterkommen, auch schon mal Spiele, bei denen es schwer wäre, den Namen Poker zu rechtfertigen. Hier gibt es hunderte oder tausende Varianten.
Zu den bekanntesten Cardroomgames gehören Texas Hold‘em, Seven Card Stud, Omaha Razz, Lowball und Pineapple.
- Position
- Die Position kennzeichnet Ihren Platz am Tisch, insbesondere in Bezug auf die Einsatzreihenfolge in einer bestimmten Einsatzrunde. Von den ersten Spielern sagt man, sie sind in einer "frühen Position", während die nächsten in einer "mittleren" und die letzten in einer "späten" Position sind. Eine späte Position ist fast immer am besten, da Sie hier über den Vorteil verfügen, zu wissen, was die anderen Spieler bereits gemacht haben.
In einigen Spielen (v.A. Flop- und Drawgames) wird die Reihenfolge in jeder Runde neu festgelegt und der Dealer (oder der Spieler mit dem Dealerbutton) sitzt immer in der letzten Position.
Allgemeiner gesprochen bedeutet "Position zu jemandem haben", in der Position zu sitzen, nach einer Person zu setzen, entweder während eines bestimmten Blattes oder allgemein. Zum Nachbarn zu Ihrer Rechten haben Sie "Position", da Sie in der Regel die Möglichkeit haben, zeitlich nach dieser Person zu handeln.
- Position Bet
- Ein "Position Bet" ist ein Einsatz, der eher aus der Stärke der jeweiligen Position als aus der Stärke des Blattes getätigt wird. Ein Spieler am Button bei Hold‘em ist in einer guten Position, sich den Pot unter den Nagel zu reissen, wenn niemand eröffnet.
- Post
- "To post a bet" bedeutet, Ihre Chips in den Pot (oder vor Sie selbst, so dass man jedenfalls Ihren Einsatz zählen kann) zu platzieren. Bei Poker meint "posting" normalerweise einen erzwungenen Einsatz, wie etwa einen Blind.
- Postflop
- In Texas Hold‘em und Omaha bezeichnet man die Spielabschnitte nach dem Teilen des Flops als postflop.
- Pot
- Das gesamte Geld in der Mitte des Tischs, welches der Spieler mit dem siegreichen Blatt erhalten wird, ist der Pot.
Alle Spieler, die bislang noch nicht gefoldet haben, werden als "in the Pot" bezeichnet. Ein Spieler, der einen Starteinsatz gecallt hat, wird als "in den Pot eingestiegen" bezeichnet ("he entered the pot").
- Pot committed
- Ein Spieler ist Pot committed oder committed, wenn er schon so viel Geld bzw. Chips in den Pot investiert hat und dieser dermassen angewachsen ist, dass er seine Karten nicht mehr ablegen kann, sollte ihn ein Gegner All-In setzen.
Im Gegensatz zu einer häufig gemachten Fehlinterpretation basiert dieser Sachverhalt nicht auf der Tatsache, dass der Spieler schon einen grossen Teil seines Stacks investiert hat, sondern darauf, dass er sehr gute Pot Odds für einen Call erhält.
Hat ein Spieler beispielsweise die Hälfte seines Stacks in den Pot investiert und ein anderer Spieler setzt ihn All-In, so erhält er für den Call Pot Odds von mindesten 3:1, d.h. er muss nur in 25% der Fälle die Hand gewinnen, um zumindest keinen Verlust gemacht zu haben. Mit zusätzlichem dead Money im Pot bedarf es sogar nur einer noch kleineren Gewinnwahrscheinlichkeit, um profitabel zu callen.
Sieht der Spieler sich jedoch so weit hinten, dass er nicht mehr die notwendigen Odds und Gewinnchancen für seine Hand annehmen kann, ist es immer noch korrekt, die Hand aufzugeben, egal wie viel er schon invesiert hat. Es ist falsch, eine Erhöhung mitzugehen, nur weil man schon viel Geld oder viele Chips investiert hat, da das in einen Pot eingezahlte Geld nicht länger dem gehört, der es eingebracht hat.
- Pot Control
- Ein Spielzug wird zum Zwecke der Pot Control ausgeführt, wenn er als Ziel besitzt, die Höhe des Pots zu bestimmen, ihn entweder gross werden zu lassen oder ihn klein zu halten. Letzteres ist z.B. häufig dann der Fall, wenn man mit einer guten, aber nicht überragenden Hand den Pot nicht übermässig auf eine Grösse anschwellen lassen will, welche durch die Stärke der Hand nicht mehr gerechtfertigt ist. Auf deutsch: Man hält den Ball flach, anstatt ohne Bedenken sein ganzes Geld in die Mitte zu schieben.
Pot Control kann durch Manipulation der eigenen Betgrössen geschehen, indem man diese z.B. kleiner ausfallen lässt. Es kann auch heissen, in einer Wettrunde auf eine Bet zu verzichten oder statt einen Gegner, der setzt, zu raisen, erst einmal nur zu callen.
- Pot Odds
- Die Pot Odds geben das Verhältnis wieder von möglichem Gewinn zum zu zahlenden Einsatz, sind also ein Ausdruck für das Nutzen/Kosten-Verhältnis eines zu bringenden Einsatzes. Je grösser die Pot Odds, desto wahrscheinlicher sollten Sie callen (ceteris paribus), da Sie seltener gewinnen müssen (auf lange Sicht) um der Wette einen positiven Erwartungswert zu geben.
Pot Odds = möglicher Gewinn : zu zahlender Einsatz
- Pot Sweetener
- Ein Pot Sweetener ist ein im Verhältnis relativ kleines Gebot, das nicht dazu geeignet ist, einen Gegner zum Ablegen seiner Hand zu bewegen, sondern nur um den Pot anzufüttern, zu versüssen.
- Pot-Limit
- Jedes Spiel, bei dem der maximale Einsatz oder Raise der Grösse des Pots entspricht. Für Raises ist der Call in der Grösse des Pots eingeschlossen, d.h. wenn der Pot 100$ gross ist und Spieler A setzt 100$, kann Spieler B mit maximal 400$ raisen (er callt die 100$ und raist dann die Grösse des 300$-Pots um 100$ auf 400$).
- Prop (Abk)
- Abkürzung für Proposition Player.
- Proposition Player
- Ein Proposition Player oder "prop" ist ein Spieler, der vom jeweiligen Cardroom dafür bezahlt wird, dass er beim Poker mitspielt. Das wird gemacht, um Spiele am Laufen zu halten, wenn die Teilnehmerzahl wegbricht oder um das Spiel überhaupt erst einmal in Gang zu bringen. Props erhalten zwar ein Salär, spielen jedoch mit ihrem eigenen Geld. (=> Shill)
- Protect
- Ein Hand zu "beschützen" (protect a hand) bedeutet, so zu setzen, dass sich die Wahrscheinlichkeit verringert, dass jemand anders Sie übertrifft (indem Sie sie zum folden bewegen). Ein Blatt, die beschützt werden muss, ist sicher ein sehr gutes, allerdings auch sehr angreifbares Blatt. Durch grosse Pots wird es schwieriger, das Blatt zu beschützen, da die Spieler dann angriffslustiger sind. Die Struktur des Spiels determiniert zu einem grossen Teil den Schwierigkeitsgrad, das Blatt zu beschützen, genauso aber auch die Charaktereigenschaften der Spieler, die mit Ihnen am Tisch sitzen. Am leichtesten beschützt man ein Blatt in einem No-Limit-Spiel, in dem Sie es nach Belieben den Draw so teuer wie möglich für jemand machen können.
Auch: Um Ihre Karten zu schützen, platzieren Sie Chips oder ein anderes kleines Objekt auf ihnen, so dass der Dealer sie nicht versehentlich mit den abgegebenen Karten der anderen Spieler nimmt oder sie auf andere Weise ungültig werden, wenn Sie sie eigentlich spielen wollen.
- Protection Bet
- Ein Protection Bet ist ein Einsatz, der dazu dient, die eigene Hand vor einem gegnerischen Draw zu schützen, indem man diesem die Pot Odds derart verschlechtert, dass er nicht profitabel drawen kann, d.h. durch den gebrachten Einsatz ist der Gegner in der Situation, dass er nun derart viel Geld investieren müsste, dass es sich für ihn langfristig nicht lohnt, seinen Draw weiterzuspielen.
- Provider
- Ein Provider (=Versorger) ist ein Pokerspieler, der das Spiel für die anderen Spieler am Tisch lukrativ macht. Ähnliche Bedeutung wie "fish", allerdings ist der Begriff "Provider" etwas weniger negativ besetzt. Ein Provider mag auch ein ordentlicher Spieler sein, der zufällig gerade nicht so richtig in Form ist. Als Fish bezeichnet man jemanden, der wahrscheinlich nie in guter Form ist.
- PTBB
- PTBB ist eine AbkĂĽrzung fĂĽr PokerTracker Big Bets, die zwei Big Blinds entsprechen. Mit ihnen wird ĂĽblicherweise die Gewinnrate gemessen.
- Push
- Ein Spieler pusht, wenn er All-In geht.
- Pushka
- Eine Pushka ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Spielern, Teile des von ihnen gewonnenen Pots zu teilen, oder genauer: Es ist der Behälter, in welchen die geteilten Chips gelegt werden. Typischerweise platzieren Pushka-Partner 10$ aus jedem gewonnenen Pot in einen Behälter und teilen sich dessen Inhalt dann später. Ich habe von diesem Ausdruck bislang nur in Maryland gehört, allerdings stammt er von dem Polnischen Wort für Box ab, und da wiederum aus dem Jiddischen.
Natürlich ist es bei Table Stakegames illegal, Chips vom Tisch zu entfernen. (=> Scoot)
- Put On
- "To put someone on a hand" (jemanden auf ein Blatt drücken), oder auf einen Draw, bedeutet zu raten, was für ein Blatt diese Person auf der Hand hält.
- Quads
- Four of a kind.
- Qualifier
- Bei High-Low Split-Games ist der Qualifier die Bedingung, die von einem Blatt erfüllt werden muss, damit es für einen Teil des Pots geeignet ist. Üblicherweise handelt es sich dabei um den Low-Part. (=> 8 or better)
- Quarter
- Wenn man ein Viertel des Pots gewinnt. Das ist normalerweise das Ergebnis einer Halbierung des Pots in einem High-Low Split-Game.
- Rabbit Hunting
- Als Rabbit Hunting (Hasenjagt) wird das Fragen bezeichnet, welche Karten gekommen wären, wenn ein Blatt weiter gespielt worden wäre. Beispiel: Wenn ein Hold‘em Spieler einen Flush Draw foldet, aber gerne wissen würde, ob der Flush gekommen wäre, bittet er evtl. den Dealer um Austeilung der nächsten Karten. In einigen Cardrooms ist das nicht erlaubt.
- Rack
- In grossen Mengen werden Pokerchips leicht unhandlich, daher gibt es von den Pokerrooms oft Plastikständer (Racks), in denen 100 Chips in 5 Stapeln à 20 zusammengelegt werden können. Ein "Rack of Red" ist ein Ständer voller roter Chips und ist normalerweise 500$ wert. Wenn jemand nach einem Rack fragt, bedeutet das i.d.R. dass er kurz davor steht, den Tisch zu verlassen. Will jemand einen Rack of Red kaufen, so heisst dies, dass er 500$ in Chips erhalten möchte.
Jemand betreibt "Racking up a game", wenn er grosse Summen an einem Tisch gewinnt.
- Rag
- Üblicherweise eine Lowcard, die bei ihrem Erscheinen keinen offensichtlichen Einfluss auf das Blatt hat. Ein Flop mit 7 4 2 ist ein Rag Flop - denn nur wenige spielbare Blätter passen gut zu diesem Flop. Zeigt der Tisch QJT9, alle in Pik, ist eine 2h auf dem River ein Rag.
- Rail
- Die Rail ist eine Seitenlinie bei einem Pokertisch - die (oftmals imaginäre) Schiene, die die Zuschauer vom Spielfeld trennt. Vom Rail aus zu schauen bedeutet, das Pokerspiel als Zuschauer zu betrachten. Diese Zuschauer werden auch gelegentlich als Railbirds bezeichnet.
- Railbird
- Jemand, der das Spiel von der Rail aus betrachtet. (=> Rail)
- Rainbow
- Drei oder vier Karten verschiedener Farben, z.B. beim Flop.
- Raise
- Nachdem jemand in einer Runde die Einsätze eröffnet hat, wird der Betrag, um den der Einsatz erhöht wird, als Raise bezeichnet. Beispiel: Das Einsatzlimit beträgt 5$ und Spieler A setzt 5$. Dann kann Spieler B folden, die 5$ callen oder auf 10$ raisen. Kenntnisreiche Spieler wundern sich, wenn jemand "raise" sagt, um einen Eröffnungseinsatz anzukündigen. Normalerweise wissen sie aber, was Sie meinen.
- Rake
- Der Betrag, der durch die Spielbank von jedem Pot abgezogen wird. Bei Medium und High-Limit Spielen wird i.d.R. ein Zeitbetrag erhoben anstelle eines Rakes. Ein typischer Low-Limit Rake sind 10% des Pots bis zu einem Maximum von 4$. Am gleichen Tisch andernorts kann der Rake dem Big blind entsprechen, während der Small blind in den Jackpot wandert.
- Range
- Die Range eines Spielers ist die Menge aller möglichen Karten, mit denen ein Spieler in einer gegebenen Situation so agieren würde, wie er agiert. Erhöht beispielsweise ein Spieler in Texas Hold‘em nur AA, KK, QQ und AK, dann lautet seine Range: (AA, KK, QQ, AK) oder auch (QQ+, AK).
Die Range eines Spielers richtet sich immer nach der jeweiligen Spielsituation, nach dem Spieler selbst, den Aktionen der Gegner und der Aktion, die er durchführt.
Calling-Range: Der Bereich an Händen, mit denen ein Spieler einen Einsatz mitgeht.
Raising-Range: Der Bereich an Händen, mit denen ein Spieler erhöht.
Open-Raising-Range: Der Bereich an Händen, mit denen ein Spieler first in erhöht.
Pushing-Range: Der Bereich an Händen, mit denen ein Spieler All-In geht.
- Rank
- Jede Karte hat eine Farbe und einen Rang. Herz-8 und Karo-8 haben z.B. denselben Rang. Ein Paar besteht aus zwei Karten mit demselben Rang.
- Rap
- Wenn der Spieler auf den Tisch klopft, um anzuzeigen, dass er checkt.
- Razz
- Seven Card Stud, das nur auf Low (Ass bis fünf) gespielt wird.
- Re-buy
- Wenn Sie sich zu einem Spiel setzen, kaufen Sie sich mit einem bestimmten Geldbetrag in das Spiel ein (buy-in). Als Re-buying bezeichnet man, wenn Sie noch weitere Chips kaufen, bevor Sie wieder gehen.
Re-Buys sind auch in einigen Turnieren erlaubt, wenn Spieler unter bestimmte Levels fallen - aber dann auch normalerweise nur bis zu einem bestimmten Punkt und oft ist auch die Anzahl der möglichen Re-Buyins limitiert. Die Zeit, in der Re-Buyins getätigt werden können (meistens in den frühen Runden eines Turniers), wird als Re-Buy Period bezeichnet. Turniere, bei denen Re-Buys erlaubt sind, werden meistens als Re-Buy-Turniere bezeichnet. (=> Add-On)
- Re-raise
- Jeder Raise nach dem ersten Raise in einer Runde. Spieler A setzt, Spieler B raist, Spieler C (oder wieder A) re-raist. (=> Cap und Check-Raise)
- Read
- Jemanden zu lesen (to read someone) bedeutet, sich eine Vorstellung durch dessen Spiel zu machen, welche Karten er oder sie auf der Hand halten könnte. "To have a read on someone" bedeutet, ein gutes Verständnis davon zu haben, wie jemand spielt. Spieler zu lesen ist eine wichtige Fähigkeit beim Poker, weil... nun ja, wenn Sie dass nicht selbst herausfinden, wird es schwierig für mich, Ihnen das hier zu erklären. Lesen Sie unseren Guide!
- Redraw
- Eine Möglichkeit, nach einem erfolgreichen Draw die Hand noch weiter zu verbessern, ist der Redraw. Beispiel: Sie halten 9s2s (natürlich beim Big Blind) und der Flop zeigt JsTs3c, dann haben Sie einen Flush Draw. Zeigt der Turn dann 8s, haben Sie Ihren Flush erhalten und einen Straight Flush Redraw gezogen.
- Represent
- In einer Art und Weise Einsätze zu tätigen, die auf ein spezifisches Blatt von Ihnen schliessen lassen. Wenn Sie zum Beispiel bei Hold‘em check-raisen, nachdem die dritte Karte mit derselben Farbe auf dem Tisch aufgetaucht ist, repräsentieren Sie einen Flush, selbst wenn Sie eigentlich gar keinen haben.
- Reverse Implied Odds
- Reverse Implied Odds sind verminderte, verlustbereinigte Pot Odds, die zukünftige mögliche Verluste einbeziehen, sollte der Gegner seine Hand verbessern können oder schon die bessere Hand halten.
Sie finden u.a. dann ihre Anwendung, wenn man sich mit einer mittelmässigen gemachten Hand ohne grosse Chance zur Verbesserung, die momentan vielleicht sogar die beste Hand ist, einem oder mehreren Gegnern gegenübersieht, die setzen bzw. erhöhen. Hält der Gegner eine starke Hand oder kann er seine Hand verbessern, wird er auch in den folgenden Runden setzen. Hält er hingegen nichts oder nur eine schwache Hand wird er häufiger nicht mehr setzen oder die Hand komplett aufgeben. Man muss in diesem Falle mehr dafür bezahlen, um herauszufinden, dass man geschlagen ist, als dafür, dass man die Hand gewonnen hat.
- Ring Game
- Eine Gruppe Leute, die in einem Cardroom an einem Tisch um Geld Poker spielen, betreiben ein Ring Game. Dieser Terminus wird verwendet, um solche Spiele von Turnierspielen abzugrenzen.
- River
- Die letzte von 5 Community-Karten bei Flopgames (z.B. Hold‘em und Omaha). Gelegentlich als "fifth street" bezeichnet. Manchmal wird die letzte Karte in nicht-Flop-Spielen wie Seven Card Stud als River bezeichnet.
- Rock
- Ein Spieler, der eine extrem kompakte, geduldige Spielweise an den Tag legt, wird als "Rock", also als Fels bezeichnet. Durch Rocks entsteht nicht viel Action am Tisch und wenn sie in einen Pot eintreten, werden sie relativ häufig als Favoriten gehandelt. Dies ist an manchen Tischen eine ordentliche Strategie (vor allem an Tischen mit lauter Maniacs). Gute Spieler mit abwechslungsreicheren Strategien werden jedoch letztendlich den Fels in die Brandung stürzen können.
- Rock Garden
- Ein Tisch, an dem viele Rocks sitzen. Nicht Rocker! (=> Rock)
- Rockets
- Auch "Pocket Rocket" - ein Paar Asse im Hole.
- ROI (Abk)
- Return on Investment - Verhältnis von Investition zu Rendite, von Turnier-Buy-In zu Gewinn
- Roll (Abk)
- Abkürzung für Bankroll.
- Rolled Up
- Bei Seven Card Stud werden Three of a Kind bei den ersten drei Karten als Rolled up X‘s bezeichnet, wobei X den Rang der Karten widerspiegelt. Sowohl vom Spieler als auch vom Blatt sagt man, er/sie/es sei "rolled up".
- Rough
- Ein Blatt eines bestimmten Typus, welche nicht viele andere Blätter seiner Art schlagen wird. Wird oft in Low-Games verwendet, um Non-Nut Low Hands mit einer besonders hohen Karte anzuzeigen. Eine "roughe" 8 bei Ace to Five Lowball könnte jede Eight High Hand ausser 8432A sein, obwohl 8532A nicht besonders rough ist. Rough ist das Gegenteil von Smooth.
- Round
- Als Runde bezeichnet man entweder eine Einsatzrunde oder ein Blatt. Eine Einsatzrunde beginnt i.d.R. nachdem eine Karte oder mehrere Karten ausgeteilt wurden. Jeder Spieler erhält die Möglichkeit zum agieren und die Runde endet, wenn alle Spieler entweder zum letzten Bet oder Raise gefoldet oder gecallt haben.
Eine "Round of Hands" besteht aus einem Blatt, dass jeder Spieler am Tisch bekommt.
- Rounders
- Pokerfilm mit Matt Damon. Rounders sind professionelle Pokerspieler.
- Royal Straight Flush
- Ein Ass-hoher Straight Flush wird als Royal Straight Flush, als Royal Flush oder einfach als Royal bezeichnet. Manch ein Traditionalist mag den Ausdruck "Royal Flush" nicht (und zieht "Ass-Hoher Straight Flush" vor). Aber auch er mag das Blatt. Und das sehr, denn es ist ja auch das mächtigste Blatt beim Poker.
- Runner Up
- Der Runner-Up ist der Zweitplatzierte in einem Turnier.
- Runner-runner
- Ein Blatt, das aus den letzten beiden Karten zusammengestellt wurde: Ein Spieler hält 55, auf dem Tisch liegen AA455 in dieser Reihenfolge. Dann schafft er Runner-runner Quads. (=> Backdoor)
- Running
- Zwei benötigte Karten, die als letzte beiden ausgeteilt werden, bezeichnet man als "running". Einen Spieler, der immer wieder darauf hofft und immer wieder verliert, würde ich persönlich als Running Gag bezeichnen. Aber mich fragt ja keiner.
- Rush
- Ein Spieler, der in kurzer Zeit eine ansehnliche Anzahl an Pots errungen hat, wird als "im Rausch" (on a rush) bezeichnet (zu deutsch eher: Glückssträhne). Manche Spieler sind abergläubisch und meinen, dass ein Rush ein unabhängiges Etwas sei, das man ausnutzen müsse. "Play the rush" oder "bet the rush" sind einige Bezeichnungen dafür, was jemand macht nachdem er ein paar Pots hintereinander gewonnen hat. Dann wird weniger kompakt und mehr aggressiv gespielt, oder ganz einfach so lange, bis die Glückssträhne vorbei ist. Gelegentlich ist das gar nicht so dumm, wenn man weiss, dass die anderen Spieler am Tisch selbst abergläubisch sind und daher aus Angst vor einer gegnerischen Glückssträhne folden.
- Sandbag
- Sandbagging bedeutet, Ihre Stärken zu verbergen, um so Ihren Gewinn zu erhöhen. Bei Poker äussert sich das meistens in einem (verlustreichen) Slowplaying während der frühen Einsatzrunden, damit in den späteren Runden umso mehr gewonnen werden kann. Vor allem unter dem Terminus "Sandbagging" erhält diese Praxis die negative Bewertung - v.a. unter Gelegenheits- und weniger ernsten Spielern - eine feindseelige und irgendwie unmoralische Spielweise zu sein. Erfahrene Spieler hingegen betrachten es einfach als weiteren Teil des Spiels, ja als unerlässliches Strategieinstrument. Selbiges gilt für Check-Raising, was Ähnlichkeiten mit Slowplaying aufweist.
- SB (Abk)
- => Small Blind
- Scare Card
- Eine Karte, die bei Erscheinen das erreichen einer besseren Hand wahrscheinlicher macht. Bei Hold‘em bezeichnet man eine dritte Karte der gleichen Farbe auf dem River als Scare Card, da hiermit ein Flush möglich wird. Wenn Sie sich einigermassen sicher sind, dass Ihr Gegner beim Flop ein "Königspaar" gebildet hat, ist ein Ass beim Turn eine Scare Card. Scare Cards machen es für das beste Blatt oft schwer, den Einsatz zu tätigen und bieten eine gute Gelegenheit zum Bluffen. Solche Karten sind in Pot-Limit- oder No-Limit-Spielen "scarier".
- Scoop
- In Hi/Lo-Pokervarianten ist ein Scoop das Gewinnen des gesamten Pots, indem man sowohl die beste Hi-Hand, als auch die beste Lo-Hand bildet.
- Seating List
- In den meisten Cardrooms kann man sich, so kein Platz mehr vorhanden ist, wenn Sie ankommen, auf einer Warteliste eintragen und erhält dann einen Stuhl zugeteilt, wenn dieser frei wird. (=> Table Change)
- Second Barrel
- Hat man in einer Wettrunde gesetzt und setzt man in der nachfolgenden Wettrunde ebenfalls, nennt man den zweiten Einsatz Second Barrel (Barrel: Gewehrlauf, Kanonenrohr) als Bild dafür, dass man quasi eine zweite Kugel auf seinen Gegner abfeuert.
Setzt man anschliessend noch ein drittes Mal, wird dieser Einsatz Third Barrel genannt.
- Second Pair
- => Middle Pair
- See
- Einen Einsatz zu callen wird oft auch als "seeing a call" bezeichnet. Dieser Terminus findet eher beim Spielen im privaten Rahmen Anwendung, wenn etwa jemand sagte: "Ich sehe deine 50 und raise dich mit 100."
- Semi-bluff
- Ein Semi-Bluff ähnelt einem Bluff, mit der Ausnahme, dass der Semibluffer auch einigermassen in der Lage ist, das Siegerblatt zusammenzustellen. Die Idee dabei ist folgende: Wenn weder der Bluff noch der Draw eine positive Gewinnerwartung haben, so hat diese evtl. eine Kombination aus beidem. Auf einen schwachen Draw zu setzen ist oft nur als Semibluff richtig.
- Serious Poker
- Ernsthafte Pokerspieler möchten sich mit ihrem Spiel von denjenigen Abheben, die ab zu mal zuhause für sich ‘ne Runde Pokern. Auch wenn das alles relativ ist (ein 10-20 Hold‘em Spiel hört sich für jemanden, der 150-300 gewohnt ist, nicht so ernst an), gibt es einige bestimmte Merkmale, die ein Spiel eher "unseriös" erscheinen lassen.
Der seriöse Spieler schreit und ist entsetzt über die Wucherung von irrsinnig komischen, schlecht ausgedachten Spielen, bei denen vielfach Joker benutzt werden und die manchmal nur noch sehr entfernt etwas mit Poker zu tun haben. Während sich einige Spieler herausgefordert fühlen, eine neue Strategie für ein frisch erfundenes Spiel zu entwickeln, finden viele, dass dies nur den Glücksanteil des Spiels erhöht. Wenig ernste Spieler neigen auch dazu, nur sehr niedrige Einsätze zu fordern, da diese Pokervarianten zum Spass gespielt werden und weder aus tiefem Interesse am Spiel, noch daran, damit Geld zu verdienen.
- Set
- In Spielen mit Gemeinschaftskarten bezeichnet man als Set einen Drilling, der aus einem in der Starthand des Spielers befindlichen Paar und einer Gemeinschaftskarte besteht.
- Seven Card Stud
- Von allen in offenen Cardrooms am meisten gespielten Pokergames ist Seven Card Stud wahrscheinlich das bekannteste. Bei Seven Card Stud (manchmal auch "seven stud" oder enfach "stud") erhält jeder Spieler sieben eigene Karten: Zwei verdeckt, vier offen und eine letzte verdeckte Karte. Nachdem die erste offene Karte ausgeteilt wurde und nach jeder weiteren ausgeteilten Karte finden Einsatzrunden statt.
Stud wird üblicherweise mit einem kleinen Ante und einem erzwungenen bring-in auf der third street gespielt. Bei Limitgames wird die Einsatzgrösse für gewöhnlich auf der fifth street erhöht.
- SH (Abk)
- => Shorthanded - Ein Spiel mit 3 bis 6 Spielern.
- Shark
- Ein Shark (engl. für Hai) ist ein überragender, aggressiver Spieler am Tisch, der die schlechten Spieler, die Fische, attackiert und ihnen nach Möglichkeit ihr Geld abnimmt.
- SHC (Abk)
- => Starting Hands Chart
- Shill
- Ein Shill ist das gleiche wie ein Proposition Player mit dem Unterschied, dass der Shill mit dem Geld des Cardrooms spielt, anstatt mit seinem eigenen.
- Shootout
- Eine Turnierart, bei der ein einzelner Spieler am Ende das gesamte Preisgeld erhält, oder bei dem das Spiel erst beendet ist, wenn nur noch einer übrig ist.
- Short Stack
- Ein Short Stack ist ein Stack an Chips, der zu klein ist, um mögliche Einsätze des Blatts zu decken. Ein Spieler mit einem solchen Stack wird als "short stacked" bezeichnet. Dies hat Vorteile (z.B. können Sie nicht zum Folden getrieben werden) und Nachteile (Sie können z.B. nicht den maximalen Wert aus ihren siegreichen Blättern schlagen). Sich zu fragen, ob es insgesamt eine gute Sache darstellt oder nicht, ist ein guter Anfang in der Diskussion.
Der Satz "Short stack" kann sich auch auf die Spieler am Tisch beziehen (vor allem bei No-limit oder Pot-limit Spielen, oft in Turnieren), die am wenigsten Geld vor sich liegen haben.
- Shorthanded
- Ein Spiel wird als Shorthanded bezeichnet, wenn die Anzahl der Spieler unter ein gewisses Niveau fällt. An den meisten Tischen haben neun bis zehn Spieler Platz. Sind dann nur fünf Spieler, ist das Spiel klar shorthanded, bei neun Spielern ist das nicht der Fall. Da viele Spieler nicht gerne shorthanded spielen, gibt es in manchen Casinos spezielle Konditionen für solche Tische. So können etwa die Blinds und Rakes reduziert werden oder es werden Shills oder Props vom Haus gestellt. Da die Anzahl der Spieler am Tisch sich merklich auf die Strategie auswirken kann, ist es eine wichtige Fertigkeit, gut an shorthanded Tischen spielen zu können. Dies gilt insbesondere in Turnieren, bei denen Shorthanded Play sehr üblich ist (wenn Sie lange genug dabei bleiben).
- Shove
- Ein Spieler shoved, wenn er All-In geht.
- Show One Show Al
- In den meisten Pokerrooms gibt es eine Regel, die da lautet "show one show all". D.h., wenn jemand seine Karten einem anderem am Tisch zeigt, muss er oder sie bei Aufforderung diese auch allen anderen zeigen (selbst wenn er normalerweise die Karten gar nicht hätte zeigen müssen). Dies passiert oft am Ende eines Blattes, dass nicht in den Showdown gekommen ist (z.B. wenn ein Spieler einem Freund einen erfolgreichen Bluff zeigt). Es ist offensichtlich, dass es aus verschiedenen Gründen nicht erlaubt ist, seine Karten einem anderen Spieler zu zeigen.
- Showdown
- Wenn nach den Einsätzen immer noch mehr als ein Spieler im Pot verbleiben, beschreibt der Showdown den Vorgang, den Sieger zu ermitteln. Der letzte Spieler, der öffnen oder raisen kann, muss normalerweise seine Karten als erstes zeigen und alle anderen können dann versuchen, ihre Karten wegzuschieben, wenn sie der Ansicht sind, verloren zu haben.
In den meisten Cardrooms können jedoch alle Spieler, die in den Showdown gekommen sind (oder den letzten Einsatz callen) zum Vorzeigen ihrer Karten gezwungen werden.
- Shuffle
- Vor jedem Blatt mischt (to shuffle) der Dealer die Karten, um ihre Reihenfolge so unvorhersehbar wie möglich zu machen. In den meisten Cardrooms gibt es besondere Anforderungen daran, wie die Karten genau gemischt werden müssen.
- Side Pot
- Der Side Pot ist ein Nebenpot in einer Hand. Der Main Pot in einer Hand ist der Hauptpot, den alle Spieler, die noch aktiv sind, gewinnen können. Geht ein Spieler All-In und spielen anschliessend mindestens zwei Gegner die Hand noch weiter, so werden alle zukünftigen Einsätze, die nach dem Mitgehen des All-Ins von diesen Spielern erbracht werden, in einen neuen Pot, einen Nebenpot oder Side Pot, einbezahlt, den nur sie gewinnen können.
- Sir
- "Sir" ist einer dieser verwirrenden Ausdrücke, die am Pokertisch eine völlig andere Bedeutung haben können als sonstwo. Sagt zu Ihnen etwa jemand "nice hand, Sir," nachdem Sie den Big Pot gewonnen haben, meint diese Person tatsächlich "Gratulation zu deinem Gewinn dank reiner Dummheit, dämlicher Vollhorst". Das in diesem Kontext geäusserte Wort "Sir" absorbiert auf eigentümliche Weise all diese hässlichen Gedanken die einer solchen Person beim Aussprechen im Geiste umherschwirren, obwohl das geschulte Ohr natürlich oft an der Stimme erkennen kann, dass jemand sich gerade über das Spiel erregt. Beachten Sie aber, dass das Wort am Pokertisch von den Leuten oft auch einfach in seiner umgangssprachlichen Bedeutung verwendet wird und dann nichts weiter als einen Ausdruck der Höflichkeit darstellt. Sie müssen nun selbst herausfinden, in welcher Weise es jeweils gemeint ist.
- Sit and Go
- Ein Sit and Go (SNG) ist eine Form eines Pokerturniers, das dann beginnt, wenn sich eine festgelegte Anzahl von Spielern für das Turnier angemeldet hat. Dem gegenüber stehen Turniere, die ungeachtet der Teilnehmerzahl zu einem vorher festgelegten Termin oder Zeitpunkt starten. Sngs gibt es in mehreren Formen, als Einzeltisch-Turnier oder als Turnier mit Spielern an mehreren Tischen, mit 2, 6, 10, 20, 50 und mehr Teilnehmern und in jeder Pokervariante. Ihnen allen ist, wie gesagt, nur gemein, dass sie dann starten, wenn die benötigte Anzahl an Teilehmern erreicht ist.
- Slow
- Wenn Sie passiv spielen, spielen Sie slow (langsam). (=> Speed)
- Slowplay
- Slowplay bedeutet, bei einem sehr starken Blatt zu wenig zu setzen. Der Sinn des Slowplaying besteht darin, anderen Spielern die Chance zu geben, bessere zweitplatzierte Blätter zu ziehen und Ihre eigene Stärke zu verschleiern. Anstatt früh zu setzen und so den Verlust von zukünftiger Handlungsfähigkeit zu riskieren, bedeutet Slowplay checking und calling. Es ist natürlich am ratsamsten, zu slowplayen, wenn Sie über ein Blatt verfügen, an das kaum einer heranreichen kann (z.B. Four of a Kind). Slowplay ist nicht das gleiche wie Check-raising, aber die beiden strategischen Optionen ähneln sich insofern, dass beide oft darauf abzielen, Geld in den Pot zu erschleichen, wenn Sie schon fast sicher wissen, dass Sie gewinnen werden.
- Slowroll
- Beim Showdown das Blatt ganz langsam, Karte für Karte, aufzudecken, bedeutet alle anderen, die denken, dass der Pot vielleicht ihnen gehören könnte, "slow zu rollen". Das wird üblicherweise von dem Siegerblatt gemacht, um die anderen Spieler zu verwirren.
- Small Bet
- => Big Bet
- Smallball
- Smallball zu spielen heisst, mit vielen, auch marginalen, Händen um viele kleine Pötte zu spielen, statt mit wenigen guten Händen um wenige grosse Pötte, was Longball genannt wird. Der Smallball-Spieler versucht möglichst häufig, insbesondere in Händen, in denen es keine Erhöhung gab, seine Gegner schnell auszuspielen und einen kleinen Pot an sich zu ziehen, statt die Konfrontation mit einem Gegner in einem grossen Pot zu suchen.
- Smooth
- Die bestmögliche Low hand mit einer bestimmten High Card. 8432A ist eine smooth 8. (=> Rough)
- Smooth Call
- Eine oder mehrere Bets mit einem Blatt zu callen, das stark genug für einen Raise ist, mit der Absicht, mehr Geld in den Pot zu locken. Smooth Call ist so wie Flat Call, obwohl hier noch stärker betont wird, dass ein starkes Blatt versucht, Slowplay zu betreiben.
- Snap Off
- Jemanden, oftmals einen Bluffer, mit einem nicht allzu starken Blatt zu schlagen, wird als "snap somebody off" bezeichnet.
- SNG (Abk)
- => Sit and Go
- Speed
- Mit Speed ist der Level an Aggressivität gemeint, auf dem Sie spielen. Fast Play bedeutet aggressiver, Slow Play ist eher passiv. Gute Spieler variieren ihre "Geschwindigkeit", so dass ihr Spiel nicht so vorhersehbar wird.
- Speeding
- Jemand, der beim Bluffen erwischt wird, bezeichnet man manchmal als "caught speeding" (etwa wie: "er ist geblitzt worden"). (=> Speed und Table Cop für weitere Ausführungen zu dieser Metapher)
- Splash (the pot)
- Chips in den Pot anstelle vor sich selbst zu werfen wird als "splash the pot" (etwa: in den Pot pütschern) bezeichnet. Wenn Sie das machen, wird es für den Dealer schwierig herauszufinden, ob Sie den richtigen Betrag gesetzt haben oder was überhaupt gerade vor sich geht. Machen Sie sich also auf böse, böse Blicke gefasst!
- Split Pot
- In einem Spiel, das nicht High-Low Split ist, resultiert eine Runde, in welchem zwei Spieler das gleiche Blatt zeigen (insbesondere mit Community Cards), in einer Potaufteilung zwischen diesen beiden Spielern. Bei einem High-Low Split Game führen natürlich viele Blätter zu gesplitteten Pots.
- Spread
- Wenn in einem Cardroom ein Tisch für ein bestimmtes Spiel gestartet wird, sagt man, der Cardroom würde das Spiel "spreaden" (to spread, etwa: verteilen). Wenn Sie wissen wollen, welche Spiele an einem bestimmten Ort angeboten werden, fragen Sie: "What do they spread?".
- Spread Limit
- Einsatzlimits, bei denen es je einen festgelegten Mindest- und einen Maximalbetrag für jede Einsatzrunde gibt. (=> Structure)
- Squeeze
- Ein Squeeze (to put a squeeze on sb: jemanden unter Druck setzen, etwas Bestimmtes zu tun) oder Squeezeplay ist ein Bluff in der ersten Wettrunde in Form eines grossen Reraises, nachdem ein Spieler zuvor geraist und mindestens ein weiterer nach ihm die Erhöhung gecallt hat. Während der erste Spieler im Idealfall die Hand aufgibt, da er nun zwischen zwei oder mehr Gegnern gefangen ist und nicht weiss, was die Spieler nach ihm tun werden, haben der zweite Spieler und alle nach ihm folgenden häufig nicht eine derart starke Hand, dass sie mit ihr ein Raise und anschliessend noch ein Reraise callen können.
Wird das Reraise dennoch gecallt, besteht immer noch die Möglichkeit, den Pot in der folgenden Wettrunde mit einer Continuation Bet an sich zu ziehen.
Beispiel:
Spieler A erhöht/openraist auf $4.
Spieler B callt.
Spieler C erhöht auf $20 -> er squeezt.
- SSS (Abk)
- Shortstack Strategy - Strategie für das Spiel mit einem kleinen Stack in einem No-Limit-Spiel.
- Stack
- Die Menge an Geld, die Sie vor sich auf dem Pokertisch liegen haben (d.h. der Stack an Chips). Oft in Pluralform benutzt. (=> Short Stack)
Ein Stack kann sich auch auf eine bestimmte Anzahl an Chips beziehen. Die meisten Chipracks können 20 Chips fassen. Viele Spieler mögen es, ihre Chips in diesen Packeten zu organisieren. Ich persönlich bevorzuge 10er Stacks, aber die meisten Spieler scheinen eher 20er bis 30er vorzuziehen.
- Starting Hands Chart
- Ein Starting Hands Chart ist eine tabellarische Übersicht, die einem Spieler vorgibt, welche Starthände er in der ersten Wettrunde überhaupten spielen kann und wie er diese je nach Situation spielen sollte. Ein Starting Hands Chart ist insbesondere für Anfänger hilfreich, um ihnen eine Strategie für die erste Wettrunde an die Hand zu geben.
- Steal
- Zu stehlen (to steal) bedeutet, einen Einsatz zu tätigen, wenn es so aussieht, dass niemand sonst irgendetwas auf der Hand hat. Ein Spieler, welcher vom Small Blind raist, nachdem alle anderen gefoldet haben (und der entsprechend nur gegen den Big Blind antritt) ist höchstwahrscheinlich "on a steal" bzw. "wird wohl den Pot stehlen". Ähnlich verhält es sich, wenn ein Spieler an einer späten Position eröffnet, nachdem um den Flop herum gecheckt wurde.
- Steam
- Ein verzweifelt kämpfender Spieler wird manchmal als "steaming" (dampfend) bezeichnet. Ein Steam Raise ist ein Raise, der eher aus Frustration denn aus strategischer Überlegung durchgeführt wird.
- Steel Wheel
- Ein Straight Flush mit der 5 als höchste, d.h. A2345 in der gleichen Kartenfarbe. Eine sehr hübsche Hand, wenn Sie ein High-Low Splitgame spielen.
- Straddle
- In einem Spiel mit Blinds könnte der Spieler "under the gun" raisen, bevor er in seine Karten sieht, indem er einen zusätzlichen Blind setzt. Dies wird als "Straddle" bezeichnet. Durch Hausregeln wird diese Art des Einsatzes oft "live" gemacht, d.h. der Spieler, der den live Straddle gepostet hat, erhält in der nächsten Runde wieder die Option zu raisen, selbst wenn kein anderer nachgesetzt hat. Bei Limit-Poker gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund für einen Straddle, auch wenn einige Spieler diesen Schritt gerne mal verwenden, um einer tight spielenden Zockergesellschaft wieder etwas Leben einzuhauchen oder um bestimmte Werte zu signalisieren.
- Straight
- Ein Blatt aus fünf aufeinander folgenden Karten (Asse als High oder Low gezählt). A2345 ist ein "Five High Straight", auch als "Straight to the five" bezeichnet. 789TJ wäre demnach ein "Jack High Straight" oder ein "Straight to the Jack". TJQKA ist ein...ach, eine Übungsaufgabe für Sie!
Wenn Straights miteinander verglichen werden, gewinnt der Straight mit der höheren Zielkarte (Straight to the Jack ist also höher als Straight to the five).
- Straight Flush
- Ein Blatt, welches aus fünf aufeinander folgenden gleichfarbigen Karten besteht. Ein Straight Flush wäre das stärkste mögliche Blatt. Vergleicht man zwei Straight Flushes miteinander, gewinnt derjenige mit der höchsten High-Card. Ein Ace High Straight Flush wird oft als Royal Flush, Royal Straight Flush oder einfach als Royal bezeichnet.
- Street
- Die Karten, die nacheinander ausgeteilt werden, bezeichnet man gelegentlich mit Strassennummerierungen. Die Doorcard bei Seven Card Stud ist z.B. die Third Street und folgende Karten werden entsprechend durchnummeriert. Bei Hold‘em und anderen Flop Games sagen die Spieler manchmal zum Turn und River "Fourth Street" und "Fifth Street".
- String Bet
- In den meisten Cardrooms müssen Sie einen Einsatz als Ganzen tätigen. Das bedeutet im Klartext, dass Sie nicht raisen können, indem Sie gerade genug zum Callen hinlegen um dann auf Ihren Stack für einen Raise zurückzugreifen. Da zudem mündliche Aussagen in den meisten Pokerspielen als bindend betrachtet werden, würde eine Aussage wie "Ich calle deinen Einsatz und raise dich um 10" bedeuten, dass Sie lediglich gecallt haben - da der Raise erst im Nachhinein hinzugefügt wurde! Um auf der sicheren Seite zu sein, sagen Sie ganz einfach klar und deutlich "raise", damit man Ihren Einsatz nicht falsch versteht. Der Grund für die Stringbet-Rule ist zu verhindern, dass Spieler ihre Gegner strategisch über die Grösse ihres Einsatzes zu verwirren versuchen (=> Angle). Es sei angefügt, dass Darstellungen von Poker in Film und Fernsehen von Stringbets nur so bersten - gehen Sie aber lieber auf Nummer Sicher!
- Structure
- Die Struktur eines Spiels ergibt sich aus der detaillierten Ausgestaltung bzgl. der Einsätze inkl. Antes und Blinds sowie dem Betrag, der in jeder Runde gesetzt werden darf, bzw. muss. In Cardrooms gelten typischerweise bestimmte Limits. Beispiel: 5-10 Hold‘em ist normalerweise ein Fixed Limit Game, bei dem 5$ Einsätze und Raises beim Preflop und Flop und 10$ Einsätze und Raises beim Turn und On the River getätigt werden. Dieses Schema passt regelmässig auf alle Spiele der Form X-2X. Spiele mit komplizierteren Strukturen konnen auch schon mal so aussehen: 5-10-10-15. Spread Limit Games sind wiederum Spiele, bei denen die Einsätze in einer gegebenen Runde auf ein bestimmtes Intervall begrenzt sind. Bei einem 1-4 Spread Limit Game können Sie also immer irgendeinen Betrag setzen, der zwischen 1$ und 4$ liegt (dies wird oft in der Hinsicht eingeschränkt, dass ein Bet oder Raise mindestens die Höhe der voherigen Aktion betragen muss). Es sind viele verschiedene Strukturen denkbar und die Beträge für Antes und Blinds variieren von Spiel zu Spiel. Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass die Strategie an die jeweilige Struktur des Spiels angepasst werden muss.
- STT (Abk)
- => Single Table Tournament - Turnier, das nur an einem Tisch ausgetragen wird.
- Stuck
- So viel Geld zu verlieren, dass Sie es merken.
- Stud
- Meistens Abkürzung für Seven Card Stud. Auch allgemeine Bezeichnung für Stud Games, darunter Five Card Stud, bei dem jeder Spieler eine Anzahl von nicht gemeinsam verwendeten Karten erhält, die er exklusiv zu verwenden hat. Kann im Gegensatz zu Flopgames und Drawgames gesehen werden.
- Suck Out
- Ein Blatt wegen einem sehr schwachen Draw zu gewinnen, meistens bei gleichzeitig schlechten Pot-Odds.
- Suckbet
- Kleines Gebot, um einen Gegner dazu zu animieren, noch mehr Geld in den Pot zu zahlen.
- Suit
- Kartenfarben: Pik (Spades), Herz (Hearts), Kreuz (Clubs), Karo (Diamonds)
- Suited
- Karten der gleichen Kartenfarbe sind zu Englisch "suited".
- Sweat
- Jemanden zu "sweaten" bedeutet, dieser Person vom Rail (=> Rail) zuzuschauen, um ihr Unterstützung zu signalisieren.
- Table
- Das Wort "Table" (Tisch) wird für die Gemeinschaftskarten, den Spieltisch selbst oder die daran sitzenden Spieler verwendet.
- Table Change
- Wenn Sie in einem öffentlichen Cardroom spielen und gerne an einen anderen Tisch wechseln möchten, fragen Sie nach einem Table Change. Jeder Cardroom handhabt eine solche Anfrage anders, jedoch werden sie üblicherweise weitergeleitet, sobald sich eine Öffnung abzeichnet, woraufhin ein Spieler von der Seating List Ihren Platz dann einnehmen wird.
- Table Cop
- Ein Spieler, der mit der Absicht callt, die anderen Spieler ehrlich zu halten (z.B. um bluffen zu unterbinden), wird als Table Cop bezeichnet (wie schnöde klingt da Tischpolizist?). Auch ein Spieler, der Verstösse gegen Casinoregeln ermahnt (z.B. wenn er die anderen Spieler daran erinnert, weiter zu spielen, was eigentlich die Aufgabe des Dealers wäre), ist ein Table Cop.
- Table Stakes
- Als Table Stakes bezeichnet man schlichtweg die (nahezu universelle) Regel, dass ein Spieler nur solches Geld setzen kann, welches seit Beginn der Runde auf dem Tisch liegt (es gibt Ausnahmen für Trinkgeld), wobei jedoch zwischen den einzelnen Runden Geld zum Stack hinzugefügt werden kann. Ein Spieler, der bei einem Table Stakes Game all-in geht, kann nicht weiterhin setzen und qualifiziert sich nur für den Hauptpot. Manchmal bezeichnet "table stakes" auch ein No-Limit-Spiel.
- Table Talk
- Alle Diskussionen um das aktuelle Blatt, insbesondere von Spielern, die nicht mehr im Pot sind, sowie grundsätzlich alle Gespräche, die das Spiel beeinflussen könnten, sind Table Talk. Je nach Art der Diskussion wird Table Talk oft irgendwo zwischen unhöflich und Kriegshandlung eingestuft. Das bekannteste Beispiel für einen zu vermeidenden Table Talk wäre es, zu verkünden, welche Karten Sie gerade gefoldet haben. Wenn der Flop 888 zeigt und Sie "verdammt" rufen oder mit der Faust auf den Tisch schlagen, haben Sie allen anderen einen Bärendienst erwiesen, die einen Vierer vorgeben wollten. (=> Coffeehousing)
- TAF (Abk)
- Tell A Friend - Bonus-System, bei dem ein Spieler eine Provision dafür erhält, dass er neue Spieler wirbt.
- TAG (Abk)
- Tight-Aggressive - Ein Spieler ist ein Tag, wenn er wenige Hände spielt und diese aggressiv spielt.
- Tell
- Ein "Tell" ist eine Angewohnheit oder ein Verhalten, dass anderen Spielern mehr Informationen über ein Blatt gibt, als sie normalerweise durch das normale Lesen des Spielers erhalten hätten. Beispiel: Immer wenn Sie bluffen, spielen Sie unbewusst mit Ihren Chips herum. Oder vielleicht fällt Ihnen auf, das der eine Gegner stets mit den Augen zu zwinkern anfängt, sobald er ein starkes Blatt auf der Hand hat. In "The Body Language of Poker" beschreibt Mike Caro eine Reihe von solche "Tells", die bei unerfahrenen (aber auch bei erfahrenen) Spielern beobachtet werden können.
- Texas Hold'em
- Texas Hold‘em (oder einfach Hold‘em) ist ein Pokerspiel, bei dem jeder Spieler zwei Pocket Cards erhält und fünf Gemeinschaftskarten (Community Cards) nach und nach offen auf den Tisch gelegt werden. Die Stärke eines Blatts ermittelt sich dann aus dem besten Blatt, dass ein Spieler mit diesen sieben Karten zusammenstellen kann. Nach der Ausgabe der Pocket Cards gibt es eine Einsatzrunde, ebenso nach den ersten drei Gemeinschaftskarten ("the flop"), nach der vierten Community Card ("the turn") und nach der letzten, auch als "river card" bezeichnet.
- Thinning the Field
- Unter thinning the field versteht man das Ausdünnen des Gegnerfeldes. Man versucht durch ein Gebot oder eine andere aggressive Spielweise möglichst viele Spieler zum Ablegen ihrer Hände zu bewegen, um so die Gewinnwahrscheinlichkeit der eigenen Hand zu erhöhen.
- Three of a kind
- Drei Karten desselben Ranges. Auch als Trips bezeichnet. Beispiel: Halten Sie 888AK auf der Hand, haben Sie "trip 8‘s".
- Tight
- "Playing Tight" (etwa: kompakt, eng spielen) bedeutet, an weniger Blättern teilzunehmen und diese auch noch früher zu folden, als andere Spieler. Ein "tight table" wird von "tight players" dominiert. "Tightness" wird allgemein als gute Sache gesehen und kann vor allem bei Spielen auf niedrigem Niveau ein Vorteil gegenüber den anderen Spielern sein. "Tightness" sollte nicht mit Passivität verwechselt werden. Viele gute Spieler empfehlen eine "tighte", aggressive Strategie.
- Tilt
- Gutes Poker erfordert eine hohe Disziplin. Selbst gute Spieler reizt es jedoch gelegentlich, Dinge zu tun, die sie normalerweise verurteilen würden - wenn sie frustriert, wütend oder aus anderen Gründen nicht mehr rational handeln können. Dann "tilten" sie. Das ist dann so wie bei einem Flipper, mit dem Unterschied, dass der Tilt Sie da nur 50 Cent kostet. Typisches Tiltplay ist viel zu unzusammenhängend und häufig äusserst aggressiv, da ein "tiltender" Spieler den Pot unbedingt jetzt haben will und dabei keine Geduld mehr hat, rational auf die richtigen Karten oder Situationen zu warten, bei denen es sich lohnen würde, die anderen Spieler zu attackieren.
- Time
- Wenn von einer Spielstätte nichts aus dem Pot abgezogen, sondern stattdessen pro Zeiteinheit Geld von den Spielern eingefordert wird, so bezeichnet man dies als "Time Charge" (Zeittarif) oder "Seat Charge" (Platztarif). "Paying time" ist was Sie dann tun, um spielen zu können.
"Time" ist zudem das, was Sie sagen sollten, wenn sie länger als etwa eine Sekunde über ihren nächsten Schritt nachdenken müssen.
- To Go
- Ein "To go"-Betrag ist der Betrag, der benötigt wird, um in den Pot zu kommen. Bei Limit Flop Games bezeichnet dies üblicherweise den Betrag des Big Blind, wenn allerdings jemand in einem 5-10 Spiel raist, wird dies zu einem "ten to go". Bei einigen Pot-Limit- und No-Limit-Games ist der erste Einsatz grösser als der höchste erzwungene Bet, daher können die Blinds in dem Spiel 5$ und 10$ betragen und 20$ "to go" sein.
- Toke
- Ein Tip (Trinkgeld), üblicherweise an den Croupier nach Gewinn des Pots. Tips liegen i.d.R. zwischen 0,50$ und 3$, je nach Limit, Potgrösse und Grosszügigkeit des Spielers.
- Top Kicker
- Höchstmögliche Beikarte oder Kicker einer Pokerhand.
- Top Pair
- Wenn beim Flop bei Hold‘em (oder einem anderen Flop-Spiel) drei Karten verschiedener Ränge erscheinen und Sie über ein Paar mit der höchsten hieraus verfügen, besitzen Sie das "Top Pair".
- Tournament
- Die grundsätzliche Idee eines Pokerturniers besteht darin, dass sich eine Anzahl von Leuten trifft, mit jeweils der gleichen Anzahl Chips an den Tisch setzt und solange spielt, bis nur noch ein Spieler übrigbleibt. Damit ein solches Turnier nicht zeitlich ausartet, gibt es bei Turnieren bestimmte Zeitschemata, nach denen die Blinds und/oder Antes regelmässig erhöht werden. Turniere werden normalerweise mit Chips gespielt, die ausserhalb des Turniers keinen Wert haben. Ein Buy-in von 30$ ermöglicht Ihnen vielleicht in dem Turnier mit 500$ zu spielen, diese können dann aber nicht zwischendurch ausgecasht werden. Der Sieger eines Turniers (der letzte, der noch übrigbleibt) sowie einige der anderen Topspieler erhalten am Ende meistens Geldgewinne nach einem bestimmten Preisschlüssel. Die Eigenschaften der verschiednen Turniere variieren natürlich stark, gemein haben Sie aber in aller Regel den "Initial Buy-in", also was sie zahlen müssen, um mitspielen zu können, eine "Re-buy Period", während der ein Spieler, dem die Chips ausgegangen sind, neue nachkaufen kann sowie die Gelegenheit, den eigenen Stack aufzustocken, nachdem die Rebuys vorbei sind. Die sonstigen Details müssen der jeweiligen Turnierbeschreibung entnommen werden. (=> Shootout und Freezeout)
- TPMK (Abk)
- Top Pair / Medium Kicker - Ein Paar aus einer der Startkarten und der höchsten Gemeinschaftskarte mit einem mittelhohen Kicker.
- TPTK (Abk)
- Top Pair / Top Kicker - Ein Paar aus einer der Startkarten und der höchsten Gemeinschaftskarte mit dem bestmöglichen Kicker.
- Trap
- Das Geld im Pot ist "trapped" (= in die Falle gegangen), wenn es der drohenden Gefahr ausgesetzt ist, zu so genanntem "dead money" zu werden. Im Allgemeinen ist man "trapped", wenn man nach dem Einsetzen von Geld in den Pot einen Raise callen muss (vor allem unangenehm grosse), um weiterspielen zu können. Ein Spieler wird auch dann als "trapped" angesehen, wenn er zwischen zwei Spielern callt (z.B. bei einem Draw), die sich gegenseitig raisen und re-raisen.
- Trey
- Dreier werden manchmal als Treys bezeichnet. Eine 33377 kann demnach als "Trays full of sevens" bezeichnet werden.
- Trips
- Als Trips bezeichnet man ganz allgemein einen Drilling.
In Spielen mit Gemeinschaftskarten wird auch ein Drilling Trips genannt, der aus zwei Gemeinschaftskarten, die ein Paar sind, und einer Karte des Spielers besteht, in Unterscheidung zum Set, das aus einem Paar in den Karten des Spielers und einer Gemeinschaftskarte besteht.
- Turn
- Die vierte von fünf Gemeinschaftskarten bei Flopgames (z.B. Hold‘em und Omaha). Gelegentlich als "fourth Street" bezeichnet.
- Two Pair
- Ein Blatt, in dem sich zwei Karten eines Ranges und zwei weitere Karten eines anderen Ranges befinden (sowie eine zusätzliche, einzelne Karte). AA883 ist ein "two pair" und wird gelegentlich als "Aces up" bezeichnet. Es soll kluge Leute geben, die ihre Quartetts als "two pair" bezeichnen. "Mal sehen, ich hab also ein 10er-Paar und...noch ein 10er-Paar!" Ein anderes Gerücht ist, das manchmal schlimme Dinge mit diesen klugen Spielern passieren.
- Under the gun
- Der erste Spieler, der nach den Blind-bets etwas tun muss, wird als "under the gun" (etwa: mit der Pistole im Nacken) bezeichnet. (=> Position und Straddle)
- Underdog
- In einfacher Lesart ist der Underdog derjenige Spieler in einer Spielsituation beim Poker, der die schlechteren Karten hält. Von den Gewinnwahrscheinlichkeiten her ist er in der gegebenen Situation der Unterlegene (engl.: Underdog). Häufig werden hierbei auch noch die Odds angeben, also die Wahrscheinlichkeiten, dass der Spieler verliert, z.B. sagt man: Er ist ein 4:1-Underdog.
- Up
- "Aces up" sind zwei Paare (=> Two pair), bei denen das höhere aus Assen besteht. "Kings up" ist das gleiche entsprechend mit dem "Königspaar" als höheres Paar usw.
Bei Studgames werden Ihre aufgedeckten Karten auch als "Up-Cards" bezeichnet.
- UTG (Abk)
- => Under the Gun - Position des Spielers direkt nach dem Big Blind.
- Value
- Es gibt viele Gründe zu setzen oder zu raisen (z.B. wenn Sie Leute zum Folden bringen, die Potgrösse beeinflussen, Aggression ausdrücken, jemand aussen stehenden beeindrucken o.ä. wollen). Auf den Wert zu setzen gehört dabei zu den besseren. Wert (Value) meint die Rendite, die Sie auf Ihre Investition zurückerhalten: Der erwartete Anstieg Ihres Kapitals im Pot (Ihre Rendite) im Verhältnis zu ihrem Bet oder Raise (Ihrer Investition). Wenn Sie also eine Investition tätigen, ist dies trivialerweise nur bei einem positiven Erwartungswert sinnvoll - sprich: Mit einem zünftigen Blatt, mit dem Sie auch gewinnen können.
- Variance
- Wenn Sie in einem Spiel über einen ausreichenden Vorteil verfügen, erwarten Sie, langfristig einen ordentlichen Reibach zu machen. Das ist klar, ganz gleich ob Sie Poker, Blackjack oder Craps spielen und ob Ihr Vorteil durch Geschick, Schummelei oder Willenstärke begründet ist. Allerdings kann es sein, dass Sie in einer kürzeren Zeitspanne besser oder schlechter abschneiden, als Sie es durchschnittlich würden. Beispiel: Sie können damit rechnen, pro Stunde einen grossen Gewinn am Pokertisch abzuräumen, dennoch ist es in einer bestimmten Stunde durchaus möglich, dass Sie zwanzig mal hoch gewinnen oder auch genauso oft und hoch verlieren. Als Varianz bezeichnet man das statistische Mass der Streuung, d.h. wie weit sich Ihre Ergebnisse voneinander unterscheiden. Ist die Varianz gross genug, bringt Ihnen ein kleiner Vorteil in einer sehr langen Zeitspanne garnichts. Ist sie jedoch klein genug, wird bereits ein kleiner Auszug aus Ihren Ergebnissen Ihren wahren Vorteil (bzw. Nachteil) abbilden können. Mit anderen Worten: Die Varianz bestimmt die Länge Ihres Reibachs. Im Sinne der Pokerterminologie sagt eine hohe Varianz aus, dass eine geringe Zahl an gespielten Blättern Ihre langfristige Gewinnerwartung nicht wiedergeben kann.
Ein einfaches Beispiel ohne Poker wäre dieses: Eine Slotmachine, die Ihnen jedes Mal 1$ auszahlt, wenn Sie zwei Vierteldollar einwerfen (oder umgekehrt), hat keinerlei Varianz. Ihr erwarteter Gewinn (Verlust) beträgt 0,50$ pro Zug, und genau diesen Betrag gewinnen (verlieren) Sie jedes Mal. Eine andere Slotmachine jedoch, die ebenso zwei Vierteldollar (oder 1$) nimmt und diese einfach nur schluckt, jedoch einmal in zehntausend Runden 10.000$ ausspuckt (oder 5.000$) verfügt über den selben Erwartungswert! Wenn Sie ausreichend oft spielen, werden Sie im Schnitt die gleichen 0,50$ pro Zug gewinnen (bzw. verlieren). Da Sie jedoch sehr viele Spins brauchen, um einen repräsentativen Auszug zu erhalten, ist bei dieser Slotmachine die Varianz ausgesprochen hoch.
Die Varianz trägt dermassen stark zu Pokerergebnissen bei, das mit ihr oft die Wichtigkeit eines guten Spiels in Vergessenheit gerät. Der beste Spieler mit den besten Anfangskarten am Tisch hat u.U. immer noch eine weit geringe Gewinnwarscheinlichkeit als 50%. Ein geübter Profi mag über Tage und Wochen Geld verlieren, ohne dass er tatsächlich irgendetwas falsch machen würde. Und während schlechtes Spiel einen negativen Erwartungswert folgern könnte, wird es doch oft kurzfristig hoch belohnt. Spieler, die sehr viele unwahrscheinliche Blätter spielen, werden oft am Ende doch noch belohnt. Varianz bringt verlierende Spieler dazu, an eine langfristige Chance zu glauben und gibt ihnen kurzfristig eine echte Chance.
In verschiedenen Pokersituationen kann die Varianz höher oder niedriger sein. Beispiel: In einer Situation, in der Sie wissen, dass es einige Einsätze kosten wird, bevor Sie ein ordentliches Blatt bekommen werden, der Pot jedoch gross genug ist, um Ihre Calls zu rechtfertigen, ist Ihre Erwartung positiv, während die Varianz wesentlich höher ist, als Sie es sich wünschen. Diese Art Situation ist typisch für Einsätze mit hoher Varianz: Hohe Auszahlung bei geringer Gewinnwahrscheinlichkeit. Ebenso können die Fähigkeiten Ihrer Gegenspieler am Tisch einen Einfluss auf Ihre Gesamtvarianz haben. Wenn viele der anderen Spieler Maniacs sind, und bis zum Flop mit sämtlichen Karten mitgehen, ist Ihre Varianz an dem Tisch evtl. sehr hoch. Andererseits werden schwache oder passive Spieler, die oft ihre Blätter nach einem Raise folden, Ihre Varianz verringern. Es ist offensichtlich, dass die Varianz, welcher Sie in Ihrem Spiel ausgesetzt sein werden, nicht nur vom Spiel selbst, sondern auch von Ihrem Spielstil und dem Ihrer Gegenspieler abhängt.
Auch wenn sie im Bezug auf Poker eher lose verwendet wird, ist die Varianz ein statistischer Begriff, der einer einer präzisen Definition unterliegt. Bei genauer Schätzung Ihrer Varianz und Erwartung (zusammen mit einigen Annahmen bzgl. der Verteilung Ihrer Ergebnisse), ist es leicht möglich, die Konfidenzinterwalle auszurechnen, innerhalb derer Ihre Ergebnisse in einem bestimmten Zeitraum höchstwahrscheinlich liegen werden. Wenn das alles für Sie böhmische Dörfer sind, sollten Sie ein Buch zur Hand nehmen, das in die deskriptive Statistik einführt. Denn auch Grundkenntnisse der Statistik bilden eine unabdingbare Grundlage für ein professionelles Pokerspiel.
- Villain
- Es ist gebräuchlich, in der Darstellung von Pokerhänden den Gegenspieler, als Villain (Schurke) zu bezeichnen. Im Gegensatz dazu bezeichnet man seinen Gegenspieler, an dessen Seite der Betrachter steht, als Hero (Held).
- VPIP / VP$IP (Abk)
- VPIP oder VP$IP steht für voluntary put $ in pot und gibt an, in wie viel Prozent der Fälle ein Spieler in der ersten Bietrunde zusätzliches Geld investiert. Das beinhaltet die Fälle, in denen er vor dem Flop, erhöht, eine Erhöhung mitgeht oder nur den Zwangseinsatz mitgeht, eben all jene Fälle, in denen er weiteres Geld investiert, um die nächste Bietrunde zu erreichen. Musste er sowieso den Zwangseinsatz, z.B. den Big Blind, bezahlen und kommt, da niemand erhöht, automatisch in die nächste Runde, ohne weiteres Geld bezahlen zu müssen, zählt das nicht in den VPIP hinein.
- Walk
- Bei Poker bedeutet zu "walken" (spazieren zu gehen), dem Tisch lang genug fern zu bleiben, so dass man ein odere mehr Blätter verpasst. Solche Leute und diejenigen, die das häufig tun, werden als Walkers bezeichnet. Je nach örtlicher Situation holen sich die Walkers etwas zu essen oder Rauchen eine oder warten auf mehr Einsätze, bevor sie sich wieder hinsetzen. Oder sie machen etwas anderes - wer weiss denn schon, was diese mysteriösen Leute im Schilde führen? In den meisten Cardrooms gibt es zwar wohldefinierte, jedoch nur selten auch durchgesetzte Regeln für Walkers, so etwa dass die Chips vom Haus einkassiert werden, nachdem jemand für eine bestimmte Zeit vom Tisch ferngeblieben ist. Wenn an einem Tisch zu viele Walkers "sitzen" (was sie ja dann nicht mehr tun), kann dieser zum erliegen kommen, was oft durch eine unglückliche Kettenreaktion ausgelöst wird. Denn sobald ein oder zwei Spieler ihren Platz verlassen haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch die anderen das Walken beginnen - oder auch ganz verschwinden.
- Weak
- Ein Spielstil, der durch die Bereitschaft zum Folden und einer Abneigung gegen das Raisen gekennzeichnet ist. Als "weak" wird auch allgemein ein schlechter Spieler am Tisch bezeichnet, den man leicht schlagen kann.
- Wheel
- => Bicycle Wheel
- Wild Card
- Eine Karte, die in Ihrem Blatt jede beliebige Karte darstellen kann. Beispiel: Sind Zehnen als Wild Cards definiert und Sie halten vier Asse und eine Zehn auf der Hand, verfügen Sie tatsächlich über fünf Asse. Wild Cards werden eher in skurrilen Homegames verwendet. (=> Bug und Serious Poker)
- Wired
- Ein Paar im Hole bei Seven Card Stud wird als "Wired Pair" (verdrahtetes Paar) bezeichnet. Mit dem englischen Ausdruck "wired" beschreiben manche Leute auch Typen, die sich ein paar Kannen Kaffee hinter die Binde gekippt haben, um bei einer Poker-Nachtschicht aufmerksam bleiben zu können.
- WPT (Abk)
- World Poker Tour (Weltpokerturnee)
- WSD (Abk)
- Der WSD (für Won At Showdown) gibt an, in wie viel Prozent der Fälle ein Spieler tatsächlich am Showdown die beste Hand hält und gewinnt, wenn er den Showdown sieht. Dieser Wert, in Verbindung mit dem WTSD (Went To Showdown), ist ein vager Anhaltspunkt dafür, welche Qualität die Hände des Spielers haben müssen, dass er geneigt ist, bis zum Showdown zu gehen. Ein geringer WSD kann bedeuten, dass der Spieler entweder massives Pech hat oder schlichtweg zu häufig mit zu schlechten Händen zum Showdown geht.
- WSOP (Abk)
- World Series of Poker.
- WTSD (Abk)
- Der WTSD (für Went To Showdown) gibt an, in wie viel Prozent der Fälle ein Spieler über alle Bietrunden einer Hand hinweg zum Showdown geht, wenn er die zweite Bietrunde erreicht hat. In einem Texas-Hold‘em-Spiel heisst das also, dass der WTSD angibt, in wie viel Prozent der Fälle ein Spieler zum Showdown geht, wenn er den Flop gesehen hat. In der Intertpretation ist er folglich ein Mass dafür, wie geneigt der Spieler ist, seine Hand nach dem Flop aufzugeben. Je höher der Wert, desto seltener wird er das tun, was z.B. bedeutet, dass man ihn umso seltener bluffen sollte und umso häufiger mit guten Händen setzen sollte, um maximalen Gewinn aus ihnen herauszuholen.
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